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Boeing 737-Max-8 der Smartwings © AirTeamImages.com / Alexander Mishin

Die tschechische Smartwings-Gruppe hat die Pläne zur Gründung einer deutschen Tochter-Airline gestrichen. Das Projekt sei "aus verschiedenen Gründen" gestoppt worden, schreibt Geschäftsführer Andreas Wobig auf seinem Linkedin-Profil. Zuvor hatte das Portal "CH-Aviation" über die Absage berichtet.

Geplant war, dass die neue deutsche Charter-Airline im November mit zunächst einer Boeing 737 Max 8 den Flugbetrieb aufnehmen sollte. Das Flugzeug sollte die Charter-Airline aus den Beständen der tschechischen Mutter erhalten. Noch nach dem Grounding der Max teilten die Verantwortlichen auf Nachfrage von airliners.de mit, dass man auch mit einer Boeing 737-800 starten könne und der Zeitplan für den Aufbau der Airline nicht in Gefahr sei.

In Branchenkreisen wird spekuliert, dass Smartwings doch stärker von der Max-Krise betroffen ist als ursprünglich angenommen. Die Airline muss auf unbestimmte Zeit auf ihre 30 bestellten Boeing-737-Max-8-Jets warten und könnte daher ihre Expansionspläne auf Eis gelegt haben.

Manager-Duo sollte Airline aufbauen

Mit dem Aufbau der Fluggesellschaft betrauten die Verantwortlichen in Prag die beiden deutschen Airline-Manager Andreas Wobig und Oliver Pawel. Das Manager-Duo hat einen langen Airline-Background. Zuletzt führten die beiden als CEO und CCO den deutschen Ableger der Small Planet Airlines bis zu ihrer geregelten Insolvenz im Herbst 2018. Zuvor lenkten beide die Geschicke der mittlerweile ebenfalls insolventen Germania.

Hinter der Smartwings Group steht der tschechische Konzern Travel Service. Die Gruppe verwaltet Airlines in der Slowakei, Polen und Ungarn. Die tschechische Smartwings Group betreibt aktuell eine Flotte aus rund 40 Mittelstreckenjets verschiedener Boeing-737-Versionen.

© AirTeamImages.com, Alexander Mishin Lesen Sie auch: Smartwings soll deutschen Ableger bekommen

Die Airlines der Gruppe, die zuvor im Charterbereich als "Travel Service" unterwegs waren, bieten eine Mischung aus Vollcharter, Teilcharter sowie Einzelplatzverkauf an. Größte Airline der Gruppe ist CSA Czech Airlines. Die Fluggesellschaft setzt aktuell fünf Maschinen im Wet-Lease für Eurowings ein.

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