Rundschau Auftragshoffnung bei Airbus, Gewinnrückgang bei Airlines und Baustellen am BER

Air Arabia könnte bei Airbus eine dreistellige Order platzieren, für Air France-KLM und IAG läuft es finanziell nicht gut und am BER muss noch einiges passieren. Unsere Rundschau mit den Kurzmeldungen des Tages.

Start eines Airbus A320 der Air Arabia in Hamburg-Finkenwerder © dpa / Maja Hitij

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Airbus verhandelt Insidern zufolge über einen Großauftrag des arabischen Billigfliegers Air Arabia. Dabei gehe es um 100 Mittelstreckenjets der A320-Neo-Reihe, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Die Bestellung könne im November zur Luftfahrtmesse in Dubai spruchreif werden. Air Arabia und Airbus wollten die Informationen nicht kommentieren.

Niedrige Ticketpreise, teures Kerosin und der A380-Abschied verhageln Air France-KLM im dritten Quartal die Bilanz. Der operative Gewinn sinkt zweistellig und der Überschuss halbiert sich auf 366 Millionen Euro. Weiterlesen

Die Pilotenstreiks bei der Fluggesellschaft British Airways haben bei deren Mutterkonzern IAG im Sommer am Gewinn gezehrt. Unter dem Strich stand in dem für das Reisegeschäft wichtigen dritten Quartal ein Überschuss von gut eine Milliarde Euro und damit acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die International Airlines Group (IAG) mitteilte. Die durch die Streiks und andere Faktoren ausgelösten Flugausfälle schlugen mit 155 Millionen Euro negativ zu Buche.

Noch ein Jahr bis zur geplanten Eröffnung des BER. Der "Tagesspiegel" hat daher einmal genauer hingeschaut und die nötigen Nacharbeiten zusammengefasst. Das kurz gefasste Ergebnis: Derzeit ist der Flughafen von einem mangelfreien Zustand noch deutlich entfernt.

Ab 1. November erscheint das "fly & buy"-Magazin von Austrian Airlines in einem neuen Design. Die Aufmachung wurde an den modernisierten Markenauftritt angepasst. Bei der Auswahl des Sortiments soll künftig verstärktes Augenmerk auf Regionalität und Nachhaltigkeit gelegt. Neben internationalen Markenprodukten bietet Austrian Airlines in der Kategorie "Austrian Originals" regionale Produkte, die in Österreich produziert wurden. Foto: © Austrian Airlines

Die Trans States Holdings hat einen Auftrag über 50 Mitsubishi M90 und Optionen über weitere 50 storniert, berichtet "aerotime.aero". Das Flugzeug sei unpassend für den von Gewerkschaftsklauseln reglementierten US-amerikanischen Regionalflugmarkt. Mitsubishi hoffe nun auf eine Order des klauselkonformen Modells M100.

Embraer hat im dritten Quartal 17 Verkehrs- und 27 Geschäftsreise-Jets ausgeliefert, teilt das Unternehmen mit. Der brasilianische Hersteller hatte nach eigenen Angaben Ende September einen Auftragsbestand von über 16 Milliarden US-Dollar in den Büchern stehen.

Bombardier hat seine Werke in Nordirland und Marokko an den US-Luftfahrtzulieferer Spirit Aerosystems verkauft. Man wolle sich fortan auf die einträglicheren Sparten Zugbau und Geschäftsflugzeuge konzentrieren, teilte das Unternehmen mit. Spirit bezahle 500 Millionen US-Dollar (rund 448 Millionen Euro) in Bar und übernehme zudem Verbindlichkeiten in Höhe von 700 Millionen Dollar. Im Geschäft inbegriffen ist ein Instandhaltungswerk in der US-Großstadt Dallas.

Der französische Triebwerksbauer und Technologiekonzern Safran hat im dritten Quartal zweistellig zugelegt. Der bereinigte Konzernumsatz legte um 14 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zu, wie der im EuroStoxx 50 notierte MTU-Konkurrent mitteilte. Aus eigener Kraft erreichte Safran ein Wachstum von 9,8 Prozent. Dabei legte die größte Sparte Triebwerke auf berichteter Basis um fast ein Fünftel zu.

Die portugiesische Tap setzt zur Verwaltung ihrer gesamten Wartungsaktivitäten künftig das Amos-System von Swiss Aviation Software ein, teilt der Software-Hersteller mit. Mit der vollintegrierten MRO-Lösung sollen unter anderem papierlose Wartungsprozesse bei Tap ermöglicht werden.

British Airways testet selbstfahrende und emissionsfreie Gepäckwagen in London Heathrow, um die Abfertigung zu verbessern. Wie die Airline mitteilt, transportieren die Wagen bis zu 40 Gepäckstücke pro Fahrt und fahren einzeln los, sobald sie voll sind. Ab 2021 solle der Regelbetrieb beginnen. British Airways transportiert rund 75.000 Gepäckstücke pro Tag auf bis zu 800 Flügen in Heathrow.

Von: airliners.de

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