Schallschutz und BER-Businessplan beschäftigen Sonderausschuss

Der Flughafenausschuss des Landtags in Brandenburg will nicht nur wissen, wie es mit dem Schallschutz am neuen Hauptstadtflughafen vorangeht. Die Opposition verlangt auch Informationen darüber, ob und wann der BER nach seiner Eröffnung Gewinne einfährt.

Blick in das Terminalgebäude des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) © dpa / Patrick Pleul

Nach Beginn der Bauarbeiten auf der Nordbahn des Flughafens Berlin-Schönefeld beschäftigt sich der Potsdamer Landtag mit dem Schallschutz für die Anwohner. Denn während der Sanierung der alten Bahn nutzen die Flugzeuge bis zum Herbst die südliche Start- und Landebahn des neuen Hauptstadtflughafens BER. Die Abgeordneten des Flughafenausschusses wollen daher wissen, ob der Einbau der Schallschutzfenster für die 4500 betroffenen Anwohner vorangekommen ist. Nach Auskunft der Fluglärmkommission war Ende Februar erst in 400 Wohnungen Schallschutz eingebaut.

Zudem dringt die brandenburgische Opposition auf Informationen über die erwarteten Gewinne nach der Inbetriebnahme des Flughafens. Die rot-rote Landesregierung will ihren Anteil an einer neuen Finanzspritze in Höhe von 409 Millionen Euro über ein Darlehen finanzieren, das nach der Eröffnung zurückgezahlt werden soll. Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld hat allerdings bereits angekündigt, dass mehr Geld benötigt werde. "Wir wollen wissen, ob die Flughafengesellschaft jemals so viel Gewinne erwirtschaftet, dass sie die Kredite zurückzahlen kann", sagte Grünen-Fraktionschef Axel Vogel.

Von: dpa

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