airliners.de Logo

"Sale and Leaseback" bei Easyjet nimmt Fahrt auf

In kurzer Zeit hat Easyjet die ersten 23 Flugzeuge verkauft und wieder zurückgeleast. Auch die neuesten Maschinen der Airline sind darunter. Sie gehören jetzt einer chinesischen Bank.

Airbus A321 Neo der Easyjet. © AirTeamImages.com / Darryl Morrell

Die britische Billigfluggellschaft Easyjet hat sich mit dem Verkauf eines Teils ihrer Flotte finanziellen Spielraum verschafft. Verkauft wurden 23 Maschinen mit einem Gesamterlös von 771 Millionen US-Dollar (rund 650 Millionen Euro), wie die Airline jetzt mitteilte. Die Flugzeuge nutzt Easyjet jedoch weiterhin im Rahmen eines Leasing-Vertrags.

Zu den verkauften Flugzeugen gehören laut dem Portal "Flightglobal" auch fünf A321 Neo, die zwischen fünf und neun Monate alt sind. Die A321 seien an Bocomm Leasing verkauft worden, eine Abteilung der chinesischen Bank of Communications.

Allein der Verkauf der fünf Neos brachte nach Angaben von Easyjet insgesamt 266 Millionen Dollar Barmittel ein. Die sehr jungen Maschinen sollen geleast werden, bis sie zehn Jahre alt sind, wobei sich die Leasing-Verpflichtungen auf insgesamt rund 160 Millionen Dollar belaufen.

"Nach dem erfolgreichen Abschluss des Verkauf-und-Leaseback-Programms hat Easyjet nun seit Beginn der Covid-19-Pandemie mehr als 2,4 Milliarden Pfund (umgerechnet 2,65 Milliarden Euro) Liquidität beschafft", hieß es in der Mitteilung der Airline.

© AirTeamImages.com, Matthieu Douhaire Lesen Sie auch: Easyjet beginnt "Sale and Leaseback"mit sechs A320 Neo

Langfristig könnten bis zu 50 Prozent der über 300 Flugzeuge starken Easyjet-Fotte verkauft und zurückgeleast werden, sollte es wirtschaftlich nötig sein, erklärte Easyjet bei der Verkündung seines Sparprogramms in der Corona-Krise im Juni.

Easyjet leidet wie die gesamte Branche unter einem Einbruch der Passagierzahlen. Die britische Regierung führte zudem kürzlich wieder eine Quarantänepflicht für Rückkehrer aus beliebten Reiseländern wie Spanien und Frankreich ein.

© dpa, Georgios Kefalas/KEYSTONE Lesen Sie auch: Easyjet schiebt weitere Airbus-Auslieferungen

Von: dk mit dpa

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

easyJet Fluggesellschaften Dienstleister Kapitalmarkt Wirtschaft Strategie Management Corona-Virus