Safran rechnet wegen Produktionsstopp für 737 Max mit Umsatzrückgang

Der französische Triebwerksbauer und Technologiekonzern Safran zeigt sich wegen des Flugverbots für den Mittelstreckenjet 737 Max seines wichtigen Kunden Boeing für das laufende Jahr vorsichtig.

Ein Safran-Mitarbeiter an einem Flugzeugtriebwerk. © Safran Group / Cyril Abad / CAPA Pictures

Das Unternehmen rechne bestenfalls mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, teilte der MTU-Konkurrent am Donnerstag in Paris mit. Im schlimmsten Fall geht Safran von einem Rückgang um fünf Prozent aus.

Um den Produktionsstopp der 737 Max seit Januar zu kompensieren, habe Safran bereits Maßnahmen eingeleitet. So sollen etwa die direkten Kosten sowie Aufwendungen in der Verwaltung reduziert werden. Aber es soll auch weniger Geld in die Forschung und Entwicklung fließen. Zudem verhängte das Unternehmen einen Einstellungsstopp.

Für den bereinigte operativen Gewinn peilt Safran für das laufende Jahr hingegen ein Wachstum um rund 5 Prozent an. Der freie Barmittelzufluss (Free Cashflow) soll höher ausfallen als im Vorjahr. Wachsen will Safran im laufenden Jahr im hohen einstelligen Prozentbereich im zivilen Wartungsgeschäft. Allerdings geht das Unternehmen bei seiner Prognose davon aus, dass das Coronavirus den Flugverkehr nach dem ersten Quartal nicht mehr beeinträchtigt.

2019 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 17,1 Prozent auf 24,64 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft erreichte Safran ein Wachstum von 9,3 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn legte um mehr als ein Viertel auf 3,8 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von knapp 2,7 Milliarden Euro. Das waren gut ein Drittel mehr als im Vorjahr. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Sie sollen für 2019 eine Dividende von 2,38 Euro je Aktie erhalten und damit gut 31 Prozent mehr als im Vorjahr.

Von: dpa-afx

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