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Ein Safran-Mitarbeiter an einem Flugzeugtriebwerk. © Safran Group / Cyril Abad / CAPA Pictures

Safran dämpft Schwund nur leicht. Zwar seien die Geschäfte in den letzten drei Monaten weniger beeinträchtigt gewesen als im Vorquartal, doch die Erlöse hätten immer noch fast ein Drittel unter dem Vorjahreswert gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Im Gesamtjahr sank der Umsatz um ein Drittel auf 16,5 Milliarden Euro

Der Nettogewinn schmolz auf 352 Millionen Euro ab - ein Jahr zuvor waren es noch 2,4 Milliarden Euro gewesen. Das Unternehmen will eine Dividende von 43 Cent an die Aktionäre ausschütten, im Jahr zuvor hatte es wegen der Corona-Pandemie keine Zahlung gegeben. Mit dem bereinigten operativen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro lag Safran leicht besser als von Analysten erwartet.

Vorstandschef Olivier Andriès warnte, die jüngst verlangsamte Erholung des Luftverkehrs in einigen Weltregionen erzeuge Unsicherheit. Es bestehe ein Risiko, dass das Ersatzteilgeschäft mit der zivilen Luftfahrt nur verzögert wieder auf die Beine komme. Der bereinigte Umsatz dürfte aus eigener Kraft um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz sinken. Die operative Marge aus dem laufenden Geschäft soll sich um mehr als einen Prozentpunkt verbessern und mindestens drei Prozentpunkte höher ausfallen als im zweiten Halbjahr 2020.

Safran leidet wie die ganze Branche unter der coronabedingten Krise der Luftfahrt. Weil die Flugzeughersteller Airbus und Boeing ihre Produktion zurückgefahren haben, werden auch deutlich weniger Bordküchen und Sitze von Safran benötigt. Zudem lastet das Desaster mit Boeings Krisenjet 737 Max auf dem Geschäft. Safrans Ableger CFM liefert die Triebwerke für den Flugzeugtyp, der nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mehr als anderthalb Jahre lang weltweit mit Flugverboten belegt war.