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Ryanair-Flugzeuge auf dem Flughafen Madrid-Barajas © dpa / María José López/EUROPA PRESS

Die Corona-Krise hat Europas größten Billigflieger Ryanair im abgelaufenen Geschäftsjahr voraussichtlich nicht ganz so tief in die roten Zahlen gerissen wie gedacht. Die Fluggesellschaft rechnet für die zwölf Monate bis Ende März jetzt mit einem Verlust von 800 bis 850 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch in Dublin mitteilte.

Bisher war das Management von einem Minus von 850 bis 950 Millionen Euro ausgegangen. Eine sinnvolle Prognose für das neue Geschäftsjahr bis Ende März 2022 ist aus Sicht der Konzernführung um Ryanair-Chef Michael O'Leary derzeit nicht möglich. Das Management gehe von einem Ergebnis nahe der Gewinnschwelle aus.

Der für dieses Geschäftsjahr erwartete Luftverkehr werde wohl "am unteren Ende" der zuvor geäußerten Schätzung von 80 bis 120 Millionen Passagieren liegen, teilte Ryanair am Mittwoch mit. Grund dafür seien die anhaltenden Reiserestriktionen und ein verspäteter Saisonstart wegen verzögerter Impfungen in der EU.

Noch vor wenigen Wochen hatte sich Ryanair optimistisch gezeigt, im Sommer wieder an 80 Prozent seines Flugaufkommens vor der Corona-Krise heranreichen zu können und diese Hoffnungen an die Impfungen und Aufhebungen von Reisebeschränkungen in Europa geknüpft. Seitdem sehen sich allerdings viele EU-Länder wieder mit steigenden Infektionszahlen sowie Rückschlägen beim Impfen konfrontiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Zahl der Ryanair-Passagiere wegen der Pandemie von 149 auf 27,5 Millionen eingebrochen.