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Ryanair drohen nun auch Streiks in der Kabine

Nach Verhandlungen mit Pilotengewerkschaften, beginnt Ryanair Gespräche mit Vertretern der Flugbegleiter. Doch denen geht es offenbar nicht schnell genug, in vier Ländern haben sie den Iren nun eine Frist gesetzt.

Ryanair am Flughafen Frankfurt. © dpa / Andreas Arnold

Beim Billigflieger Ryanair könnte es mitten in der Ferienzeit Streiks geben. Gewerkschaften von Flugbegleitern in Belgien, Italien, Portugal und Spanien. Abeitnehmervertreter in den traditionell starken Ryanair-Ländern drohten nun mit Arbeitsniederlegungen, wenn die Iren nicht bis zum 30. Juni ihre Forderungen erfüllten.

Wie die spanische Gewerkschaft Uso mitteilte, bekräftigten die Gewerkschaften bei einem Treffen in Madrid die Forderung, nicht mehr alle Angestellten nach irischem Recht zu beschäftigen. Außerdem soll Ryanair Beschäftigte mit Leiharbeitsverträgen besser stellen.

Organisationsgrad der Gewerkschaften nicht bekannt

Nicht bekannt ist allerdings, wie viele Ryanair-Crews in den betroffenen Ländern in den jeweiligen Gewerkschaften organisiert sind. In Belgien, Italien, Portugal und Spanien hat der Billigflieger Marktanteile, die deutlich über dem europäischen Durchschnitt (9,9 Prozent) liegen:

Marktanteile von Ryanair nach angebotenen Sitzplatzkapazitäten im Sommer in ausgewählten Märkten. Quelle: ch-Aviation, Darstellung: airliners.de

Die deutsche Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat nach airliners.de-Informationen am Mittwochvormittag (30. Mai) einen ersten Gesprächstermin mit dem Low-Cost-Management in Dublin vereinbart. Trotz anderslautender Ankündigungen hat Ryanair relativ schnell auch Verhandlungen mit den Flugbegleiterngewerkschaften aufgenommen - bislang standen lediglich Pilotenvereinbarungen auf der Agenda der Iren.

Ryanair erkennt inzwischen Gewerkschaften an

Der Low-Cost-Carrier hatte jene Gespräche Ende vergangenen Jahres nach Streikankündigungen in mehreren Ländern angekündigt und erkennt inzwischen auch Cockpit-Gewerkschaften an. Die Beschäftigten fordern nicht nur eine bessere Bezahlung:

© AirTeamImages.com, Simone Ciaralli Lesen Sie auch: "Personalprobleme sind der Hauptgrund" Interview

Zuvor hatte es bei der Billigfluggesellschaft heftig rumort. Das Unternehmen musste im Herbst und Winter tausende Flüge streichen - nach eigener Darstellung wegen eines Planungsfehlers beim Urlaub der Piloten.

Von: cs

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