airliners.de Logo
Ryanair betreibt eine reine Boeing-737-Flotte. © AirTeamImages.com / Jorge Guardia Aguila

Die irische Billigfluglinie Ryanair hat das abgelaufene Geschäftsjahr bis Ende März wegen der Corona-Krise eine Milliarde Euro Verlust gemacht und hofft nun auf die Wende ab dem Sommer.

"Wir erwarten, dass wir von einem starken Anstieg der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2021 profitieren werden und freuen uns darauf, im Sommer 2022 zu einem Wachstum auf Vor-Corona-Niveau zurückzukehren", teilte Ryanair am Montag mit.

Europas größter Billigflieger blickt auf das "herausforderndste Jahr" seiner 35-jährigen Geschichte zurück, wie die Airline erklärte. Die Corona-Einschränkungen sorgten dafür, dass die Passagierzahlen von April 2020 bis Ende März 2021 um 81 Prozent im Vorjahresvergleich einbrachen: von 149 Millionen auf 27,5 Millionen.

815 Millionen Euro Verlust

Der Umsatz sank ebenfalls um 81 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand für die zwölf Monate bis Ende März ein Minus von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor. Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro. Die Airline strich 3000 Stellen und damit rund 15 Prozent der Jobs.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Ryanair wieder mit rund 80 Millionen Passagieren. Die Airline hofft, dass bis September die Mehrheit der Europäer gegen Corona geimpft sein werden.