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Ryanair mit Millionengewinn und unsicherer Zukunft

Der irische Billigflieger stellt seine Bilanz für das abgelaufenen Geschäftsjahr vor: unterm Strich steht ein dreistelliger Millionengewinn. Für das aktuelle Quartal rechnet Ryanair mit einem deutlichem Verlust.

Ryanair-Unternehmenszentrale in Dublin, Irland © Ryanair

Der irische Billigflieger Ryanair hat seinen Gewinn vor Beginn der Corona-Krise kräftig gesteigert, warnt aber nun wegen der Beschränkungen in der Pandemie vor einem "schwierigen Jahr". In den zwölf Monaten bis Ende März stand bei Ryanair ein Plus von einer Milliarde Euro unter dem Strich, wie die Airline am Montag mitteilte. Das waren 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Aber wegen unter anderem wegen steigender Spritkosten und vor allem wegen des Wertverfalls von Kerosinpreis-Sicherungsgeschäften sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn unter dem Strich um 26 Prozent auf 649 Millionen Euro.

Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) beförderte Ryanair 148,6 Millionen Passagiere, rund vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne die Covid-19-Ausbreitung hätten gut fünf Millionen Passagiere mehr befördert werden können. Der Umsatz kletterte auch dank steigender Durchschnittserlöse um zehn Prozent auf 8,5 Milliarden Euro.

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wollte Ryanair nicht abgeben - zu unsicher seien Auswirkungen und Dauer der Corona-Pandemie, "gepaart mit keinerlei Ausblick, wie Kunden und Nachfrage reagieren werden, wenn der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird". Im Quartal April bis Juni rechnet Ryanair mit einem "Rekordverlust" von über 200 Millionen Euro.

Nur noch die Hälfte an Passagieren

Bisher sind die Iren von einem Fehlbetrag von mehr als 100 Millionen Euro ausgegangen. Erwartet werden jetzt weniger als 80 Millionen Passagiere in diesem Geschäftsjahr - und damit nur fast die Hälfte der ursprünglich angepeilten 154 Millionen Fluggäste.

Seit Mitte März ist der Flugverkehr weltweit quasi zum Erliegen gekommen. Der Ausfall allein im März habe den Jahresgewinn 2019/2020 um 40 Millionen Euro geschmälert, erklärte das Unternehmen. Ryanair hat bereits angekündigt, bis zu 3000 Stellen zu streichen.

© dpa, Hannah Mckay Lesen Sie auch: Ryanair klagt gegen Subventionen und fährt Flugbetrieb wieder hoch

Ab Juli will Ryanair europaweit wieder fast 1000 Flüge am Tag anbieten, das sind rund 40 Prozent des regulären Angebot. Voraussetzungen sind, dass die Einschränkungen für Flugreisen in der EU bis dahin aufgehoben werden und an den Flughäfen effektive Maßnahmen zum Gesundheitsschutz in Kraft sind.

Von: afp, dpa, br

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