Ryanair will mit der Max 200 an der Spitze bleiben

Billigflieger Ryanair wird im kommenden Frühjahr als erste Fluggesellschaft Boeings speziell für Low-Cost-Airlines designte 737 Max 200 einflotten. Damit sehen sich die Iren gut gerüstet, ihre Führungsposition in Europa zu verteidigen.

Boeing 737 MAX in den Farben von Ryanair. © Boeing

Trotz des anhaltenden Tarifstreits, sieht Billigflieger Ryanair die Führungsposition in Europa nicht in Gefahr. Eine besondere Rolle spiele dabei auch die Einflottung der Boeing 737 Max 200, sagte Airline-Chef Michael O'Leary. "Die 737 Max 200 wird uns in den nächsten fünf oder sechs Jahren sehr bedeutende Stückkostensenkungen bescheren." Ryanair ist Erstkundin des Modells und übernimmt im Frühjahr zehn Maschinen des Modells.

Ryanair wird das neue Modell mit 197 Plätzen bestuhlen, was zu einer Kapazitätssteigerung von vier Prozent führen wird. Denn die aktuelle Ryanair-Flotte besteht aus 449 Boeing 737-800-Jets, die jeweils mit 189 Plätzen bestuhlt sind.

Boeing 737 Max 200

Foto: © Boeing

Boeing hat die 737 Max 200 speziell für Low-Cost-Carrier entwickelt. So bietet die Maschine dank kleinerer Bordküchen und angepasstem Sitzabstand bis zu 200 Passagieren Platz. Dazu ist ein weiterer Notausgang in der Mitte installiert worden. Außerdem bietet die Maschine leicht vergrößerte Gepäckfächer und größere Fenster sowie eine bessere Belüftung und Schallisolierung. Die Reichweite der Maschine liegt bei 6670 Kilometern; sie wird von CFM Leap 1B-Triebwerken angetrieben.

Boeing hat angekündigt, dass der Kraftstoffverbrauch pro Sitzplatz bei der Boeing 737 Max 200 rund 16 Prozent niedriger sein, soll als bei der 800er-Version. Der irische Low-Cost-Carrier hat 135 Exemplare des Typs bestellt und besitzt Optionen für 75 weitere Maschinen.

Boeing 737 Max 200 wird zehn Prozent der Flotte ausmachen

Laut O' Leary sollen die Maschinen auf Strecken in ganz Europa eingesetzt werden. Ryanair werde zwischen August 2019 und März 2020 42 weitere Jets einflotten.

© dpa, Jasper Jacobs Lesen Sie auch: "Viele Airlines werden den Winter nicht überleben" Interview

Gleichzeitig räumte O'Leary ein, dass bereits getroffene und in Zukunft anstehende Tarifeinigungen mit dem fliegenden Personals zu höheren Kosten führen werden. Ryanair verzeichnete im ersten Halbjahr einen Rückgang des Nettogewinns um sieben Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig sind die Durchschnittspreise um drei Prozent gefallen.

Von: br

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