Ryanair übernimmt Lauda Motion komplett

Ryanair verkündet, Lauda Motion komplett übernommen zu haben - schweigt aber über den Kaufpreis. Der Feriencarrier plant indes weitere Wachstumsschritte.

Flugzeuge von Lauda Motion und Ryanair. © AirTeamImages.com/Chris Jilli, Serge Bailleul [M]

Ryanair hat die österreichische Niki-Nachfolgerin Lauda Motion komplett übernommen. Der Schritt sei zu Ende Dezember vollzogen worden, sagten die Airline-Chefs Michael O'Leary, Andreas Gruber und Colin Casey vor Journalisten in Wien. Ryanair hielt zuletzt Dreiviertel der Anteile von Lauda Motion; wie hoch der Preis für die letzten 25 Prozent war, ist nicht bekannt.

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Lauda Motion ist der umbenannte Business-Flieger von Niki Lauda. Dieser integrierte nach der Air-Berlin-Pleite deren ehemalige Ferientochter Niki in das Unternehmen und ließ es im März vergangenen Jahres mit bei Lufthansa gemieteten Jets wieder abheben.

30 eigene Jets 2020

Dabei kamen anfangs auch Maschinen von Anteilseignerin Ryanair zum Einsatz. Dieser Wet-Lease läuft immer noch, soll aber bald beendet sein. Die bereits airliners.de vorab mitgeteilte Zielmarke von 25 eigenen Flugzeugen im Sommer 2019 bestätigte Gruber nun öffentlich.

Der CEO stellte weiterhin in Aussicht, dass Lauda Motion im kommenden Sommer 30 eigene Jets in die Luft bringen will. "Die entsprechenden Verträge sind bereits unterzeichnet." Dementsprechend sollen nach vier Millionen Passagieren 2019 im kommenden Jahr sechs und 2021 7,5 Millionen Fluggäste befördert werden.

Rückzug aus Tegel

In diesem Sommer konzentriert sich Lauda Motion auf vier Basen - alle anderen Flughäfen sollen von den Stationen aus bedient werden. Dort sollen laut Gruber insgesamt 20 Flieger stationiert werden. Acht in Wien, sieben in Düsseldorf, drei in Stuttgart und zwei am Airport in Palma de Mallorca.

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Die Lauda-Motion-Standorte Frankfurt, Hamburg, Köln/Bonn und Nürnberg sollen wie die Basis in Berlin-Tegel im Sommer an die Mutter Ryanair übergehen. In Düsseldorf wiederum operiert nur Lauda Motion.

Von: cs

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