Ryanair verändert Spitze von Lauda Motion

Andreas Gruber und Niki Lauda können Entscheidungen bei Lauda Motion nicht mehr allein treffen. Denn Ryanair setzt einen dritten Geschäftsführer ein.

Ryanair-Chef Michael O’Leary. © dpa-Bildfunk / Jasper Jacobs

Ryanair hat die Spitze von Lauda Motion um einen eigenen Manager ergänzt. Wie aus dem Wiener Amtsblatt hervorgeht, müssen sich Gründer Niki Lauda und CEO Andreas Gruber fortan mit dem bisherigen Flugplandirektor Colin Casey abstimmen, berichtet "AustrianAviation.net". Ryanair hält 75 Prozent an Lauda Motion.

Die Vertretungsbefugnis von Lauda und Gruber sind demnach deutlich eingeschränkt, denn bislang waren beide alleinvertretungsbefugte Geschäftsführer. Seit dem 9. Oktober dürfen sie Entscheidungen nicht mehr ohne Casey treffen.

Beobachter überrascht das Vorgehen da bei Pflichtveröffentlichungen im Amtsblatt der Wiener Zeitung selten die vertretende Person namentlich genannt wird. Eine öffentliche Mitteilung dazu hat bislang weder Ryanair noch Lauda Motion gemacht.

Neun Jets gehen an Lufthansa

Die Iren übernahmen kurz nach dem Start im März rund 25 Prozent der Niki-Nachfolgerin und stockten im Sommer auf 75 Prozent auf. Neben Millionen, das Sie in den Flugbetrieb investieren, heben auch Maschinen von Ryanair im Wet-Lease für Lauda Motion ab.

In diesem Sommer sind es zehn Jets, im kommenden nur noch sechs. Gleichzeitig will der österreichische Carrier die eigene Flotte von neun auf 18 Maschinen verdoppeln, obwohl man erst jüngst zusagte, die Hälfte an Lufthansa abzugeben.

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Von: cs

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