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Ryanair bereitet in Irland beschäftigte Piloten auf Entlassungen vor

Die Ungewissheit wann und in welchem Umfang nach der Corona-Krise wieder geflogen werden kann, macht die Personalplanung schwierig. Für die irischen Piloten von Ryanair soll der Staat vorerst helfen, die Beschäftigung zu sichern, doch danach könnte der Kahlschlag kommen.

Passagiere boarden eine Ryanair-Maschine © dpa / Andreas Arnold

Ryanair hat seine in Irland ansässigen Piloten auf mögliche Entlassungen eingestimmt. In einem Memo an die Cockpit-Mitarbeiter stellte "Director of Operations" Neil McMahon fest, dass "wir für die Zeit nach dem 31. Mai immer noch keine Gewissheit über ein Datum für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs haben", berichtet der größte irische Fernsehsender RTE.

Weitere Maßnahmen zum Schutz der Lebensfähigkeit von Ryanair müssten daher möglicherweise kurzfristig umgesetzt werden. Dazu könnten verlängerte Freistellungen, aber auch Arbeitsplatzverluste gehören.

McMahon bekräftigt in dem Schreiben, dass bis Ende Mai keine Entlassungen geplant seien. Vielmehr werde man in der Zeit der stark reduzierten Geschäftstätigkeit die irische staatliche Kurzarbeitsregelung TWSS (Temporary Wage Subsidy Scheme) in Anspruch nehmen, um die Beschäftigung zu sichern.

© AirTeamImages.com, EstevezR Lesen Sie auch: Ryanair mit einer Milliarde Euro Gewinn

Derzeit ist ein Großteil des irischen Ryanair-Pilotenkorps für die Monate April und Mai von der Arbeit freigestellt. McMahon versichert in dem Memo, dass sie vorerst keine Arbeitslosenhilfe beantragen müssten. Die Hälfte des Bruttogehaltes zahle Ryanair weiter, eine Aufstockung soll durch TWSS kommen.

Führungskräfte bekommen zwei Monate lang nur das halbe Gehalt

Das Memo erläutert den Piloten, dass die Corona-Krise"verheerende Auswirkungen" auf die Airline habe. Auch werde das Wiederaufnehmen des Flugbetriebs nach der Krise nur schrittweise und entsprechend der Nachfrage erfolgen können. Auch das Management des irischen Billigfliegers leiste seinen Beitrag: Führungskräfte würden für April und Mai nur die Hälfte ihres Gehaltes bekommen, während sie weiterhin Vollzeit arbeiten.

Ryanair führt nach eigenen Angaben noch bis Ende Mai nur eine kleine Anzahl täglicher Flüge durch, um in der Corona-Krise ein Mindestmaß an Konnektivität innerhalb Europas aufrecht zu erhalten und Hilfs- und Sanitätsflüge durchzuführen. Über 90 Prozent des normalen Flugplans sind ausgesetzt.

Von: dk

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