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Entwicklungsunterstützung zugesichert Ryanair interessiert an Comac C919

Ryanair hat auf der Paris Air Show Interesse am chinesischen Mittelstreckenflugzeug Comac C919 bekundet. Die Lowfare-Airline drängt aber auf die Entwicklung eines 200-Sitzers in Konkurrenz zu Boeing und Airbus.

Eine Hostess posiert vor dem Kabinenmodell der COMAC C919. © dpa / Ym Yik
Blick in die Kabine des C919-Modells © dpa / Ym Yik
Modell der COMAC C919 auf der Asian Aerospace 2009 © airteamimages.com / Colin Parker

Die Billigfluglinie Ryanair arbeitet mit dem chinesischen Flugzeugbauer Comac bei der Entwicklung des Mittelstreckenflugzeugs C919 zusammen. Ryanair wolle Comac seine Erfahrung zur Verfügung stellen, teilte das irische Unternehmen am Dienstag am Rande der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris mit. "Wir freuen uns, dass es nun eine echte Alternative zu Boeing und Airbus gibt", erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Ryanair hatte Ende 2009 einen Großauftrag über 200 neue Maschinen bei Boeing platzen lassen. Die Verhandlungen gingen nun sowohl mit Boeing als auch mit Comac weiter, sagte Leary, dessen Fluglinie traditionell auf den US-Hersteller setzte. Die chinesische Comac ist in diesem Jahr erstmals in Le Bourget vertreten und wollte die C919, die in der Basisversion Platz für 168 Passagiere bietet, am Nachmittag offiziell vorstellen.

COMAC hatte auf der Messe erklärt, er erwarte im laufenden Jahr weitere Verträge, werde sie aber nicht in Le Bourget verkünden. Bisher lägen rund 100 Bestellungen vor, hatte COMAC-Chef Jin Zuanglong in Le Bourget betont. Der C919 des staatlich geförderten Konzerns „Commercial Aircraft of China“ (COMAC) soll 2014 zum Jungfernflug abheben und erstmals 2016 ausgeliefert werden.

Der für Kurz- und Mittelstrecken konzipierte Jet soll vor allem im Inland eingesetzt werden, für später peile COMAC aber auch den Verkauf nach Russland, Europa und in die USA an. Für den Vertrieb planen die Chinesen auch Tochtergesellschaften in potentiellen Märkten. Als Antrieb dienen beim C919 zunächst LEAP-X-Triebwerke von CFM. Ziel des Unternehmens ist es aber, die C919 sowie die mögliche vergrößerte Schwesterversion C929 mit Triebwerken aus chinesischer Entwicklung auszustatten.

Von: AFP

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