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Ryanair zeigt Interesse an Lufthansa-Slots

Im Zuge des des Lufthansa-Rettungspakets werden auch Start- und Landerechte des Kranichs in Frankfurt und München neu vergeben. Die irische Konkurrentin Ryanair will mitbieten.

Eine Ryanair-Maschine am Frankfurter Flughafen. © AirTeamImages.com / Felix Gottwald

Der irische Billigflieger Ryanair will für die neu zu vergebenden Start- und Landerechte in Frankfurt am Main und in München mitbieten. Ryanair werde "seine Chancen im deutschen Markt wahrnehmen", sagte der Marketingdirektor der Fluggesellschaft, Dara Brady, dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Lufthansa muss im Gegenzug für Milliarden-Hilfen der Bundesregierung bis zu 24 Start- und Landerechte (Slots) an den beiden Flughäfen an Konkurrenten abgeben. Laut "Focus" könnte Ryanair damit jeweils vier weitere Maschinen an beiden Flughäfen stationieren. Mögliche Flugziele nannte Brady demnach noch nicht. Die EU-Kommission will demnächst Details zum Bieterverfahren bekannt geben.

Strenge Auflagen der EU-Kommission

Die EU-Kommission hatte Ende Juni grünes Licht für das neun Milliarden Euro umfassende Stützungsprogramm der Bundesregierung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa gegeben. Die Hilfen sind an eine Reihe von Bedingungen geknüpft: Neben der Abgabe von Slots ist auch ein Verbot der Zahlung von Dividenden und die Beschränkung der Übernahme von Wettbewerbern vorgesehen.

© European Union , 2017, Lukasz Kobus Lesen Sie auch: EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Lufthansa

Ryanair hat gegen die Staatshilfe eine Klage angekündigt. Covid-19 könne keine Ausrede sein, das Wettbewerbsrecht zu ignorieren, teilte das Unternehmen Ende Juni mit. Die Fluggesellschaft geht bereits gegen die Staatshilfen für Air France und die skandinavische Airline SAS vor.

Von: afp, br

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