Ryanair streicht Großteil der Flüge

Ryanair reagiert mit drastischen Streichungen auf die Coronavirus-Pandemie. Für April und Mai rechnet die Airline mit nur noch 20 Prozent der üblichen Flüge. Gegen die Umsatzeinbußen soll ein umfangreiches Sparprogramm helfen.

Flugzeuge der irischen Airline Ryanair © dpa / Marcel Kusch

Europas größter Billigflieger Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Krise sein Flugprogramm um bis zu 80 Prozent zusammen. Unternehmenschef Michael O'Leary will den Herausforderungen aber trotzen und die Fluggesellschaft heil durch die Turbulenzen steuern.

Die Führungsspitze versucht nun, die Betriebskosten zu drücken und sonst das Geld zusammenzuhalten. Auf Basis der Zahlen vom 12. März verfügte Ryanair zuletzt über eine Liquidität von mehr als vier Milliarden Euro. Außerdem setzt der Konzern den Rückkauf eigener Aktien, Investitionen vorläufig aus.

Neueinstellungen soll es erst einmal nicht geben. Mitarbeiter sollen zum freiwilligen Ausstieg aus ihren Arbeitsverträgen bewegt werden. Zudem will Ryanair die Arbeitszeiten und auch die Bezahlung zurückfahren.

"Ryanair ist ein belastbarer Airline-Konzern mit einer starken Bilanz und erheblichen Barreserven", sagte der Manager am Montag laut Mitteilung. "Wir können und werden durch angemessenes und zeitiges Handeln auch eine längere Zeit mit weniger oder sogar gar keinen Flügen überstehen."

Bis zu 80 Prozent der Flotte am Boden

Binnen der nächsten sieben bis zehn Tage werde es dazu kommen, dass der Großteil der Flotte in Europa nicht mehr abheben könne. In den Monaten April und Mai wird Ryanair das Flugangebot voraussichtlich um bis zu 80 Prozent zurückfahren.

© dpa, Sonja Wurtscheid Lesen Sie auch: Verschärfte Einreisebestimmungen für Passagiere aus Deutschland

Bis dahin will Ryanair die geplanten Flüge noch so weit wie erlaubt durchführen, um Kunden zurück in ihre Heimat zu bringen. Etliche Länder hätten internationale Flüge jedoch untersagt. Zu Ryanair gehören auch die österreichische Airline Lauda und die polnische Fluglinie Buzz.

Von: dpa

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