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Ryanair kürzt Flugplan ab Oktober erneut

Auch bei Ryanair ist der Unmut über die wenig verlässlichen und uneinheitlichen Reiseregeln in Europa groß. Die Situation lasse keine andere Wahl, als die Planungen zum Flugangebot wiederum zu kürzen, teilt die Airline mit.

Ryanair-Passagiere mit Mundschutz beim Bag-Drop. © Ryanair

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair streicht ihren Flugplan wegen der Corona-Pandemie weiter zusammen. Die Zahl der Flüge werde im Oktober um weitere 20 Prozent reduziert, teilte das Unternehmen mit. Bereits Mitte August hatte Ryanair entschieden, jeden fünften Flug zu streichen. Im Oktober erreicht die Airline mit ihrem Flugplan nach eigenen Angaben nur 40 Prozent des Niveaus vom Vorjahresmonat. Zuletzt hatte das Management noch ein Niveau von 50 Prozent angepeilt - und das war bereits weniger als nach dem Neustart des Flugverkehrs im Juli geplant.

Die neuerlichen Kürzungen im Flugplan begründet Ryanair der wechselnden Reisebeschränkungen innerhalb der EU in der Corona-Pandemie. Ryanair zufolge untergraben die ständigen Änderungen seitens der europäischen Regierungen die Bereitschaft der Kunden, Flugtickets zu buchen. "Viele Ryanair-Kunden können derzeit aus geschäftlichen oder dringenden familiären Gründen nicht reisen, ohne ineffektive 14-tägige Quarantäneregelungen einhalten zu müssen", so die Airline.

© dpa, María José López/EUROPA PRESS Lesen Sie auch: Ryanair sichert sich frisches Kapital

Die Gesellschaft kritisierte vor allem die Regierung ihres Heimatlands Irland, die Einreisenden aus vielen EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne auferlegt hat. Daher unterstützt das Management den Plan der EU-Kommission, der ein einheitliches Vorgehen bei den Reisebeschränkungen vorsieht.

Zu den Plänen für die Wintersaison von November bis März machte der Konzern zunächst keine Angaben. Aber wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzten und die Regierungen nicht anders handelten, könnten ähnliche Kapazitätskürzungen über die Winterperiode hinweg erforderlich sein, sagte ein Sprecher. Ryanair hat wegen dem vorübergehend fast völligen Zusammenbruch des weltweiten Flugverkehrs heftige wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen. In der Folge kündigte Ryanair die Streichung von 3000 Arbeitsplätzen an.

Von: dk mit dpa

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