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Ryanair streicht fast alle Flüge

Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommender Woche fast alle Flüge. Der Billigflieger will nur noch essentielle Flüge zwischen Großbritannien und Irland durchführen. Finanziell ist die Airline gut aufgestellt.

Flugzeuge von Ryanair. © AirTeamImages.com / EstevezR

Ryanair streicht ab dem 24. März so gut wie alle ihre Flüge. Das teilte das Unternehmen mit. Bereits in der Nacht zum Donnerstag sollen 80 Prozent der Flüge gestrichen werden.

Von nächster Woche an sollen dann nur noch wenige Maschinen der Ryanair-Flotte abheben, um "essenzielle Verbindungen" aufrechtzuerhalten, vor allem zwischen Irland und Großbritannien.

Die Airline werde sich möglicherweise auch an Rückholaktionen von EU-Bürgern beteiligen, hieß es in der Ryanair-Mitteilung. Man stehe dazu mit den Außenministerien aller EU-Länder im Kontakt. Kunden wurden gebeten, nicht anzurufen. Betroffene sollen per E-Mail über ihre Optionen informiert werden.

Ryanair verfügt über finanzielle Reserven

"Ryanair ist ein belastbarer Airline-Konzern mit einer starken Bilanz und erheblichen Barreserven", sagte der CEO der Ryanair Group Michael O'Leary am Montag. "Wir können und werden durch angemessenes und zeitiges Handeln auch eine längere Zeit mit weniger oder sogar gar keinen Flügen überstehen."

Die Führungsspitze versucht nun, die Betriebskosten zu drücken und sonst das Geld zusammenzuhalten. Auf Basis der Zahlen vom 12. März verfügte Ryanair zuletzt über eine Liquidität von mehr als vier Milliarden Euro. Außerdem setzt der Konzern den Rückkauf eigener Aktien, Investitionen vorläufig aus.

Neueinstellungen soll es erst einmal nicht geben. Mitarbeiter sollen zum freiwilligen Ausstieg aus ihren Arbeitsverträgen bewegt werden. Zudem will Ryanair die Arbeitszeiten und auch die Bezahlung zurückfahren

© dpa, Jens Wolf Lesen Sie auch: Fluggesellschaften in Österreich stellen Flugbetrieb ein

Ryanair-Tochter Lauda hatte bereits am 16. März 24:00 Uhr den Flugbetrieb komplett eingestellt und mitgeteilt, den Betrieb voraussichtlich am 8. April wieder hochzufahren.

Von: afp, dpa, br

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