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Passagiere besteigen auf dem Flughafen in Gerona ein Ryanair-Flugzeug © dpa

Der irische Billigflieger Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März wieder schwarze Zahlen eingeflogen. Während der Umsatz um zwei Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zulegte, verdiente das Unternehmen unter dem Strich 305 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von 169 Millionen Euro gestanden.

Wie Ryanair am Montag bei der Vorlage der Jahresbilanz 2009/2010 mitteilte, blicke man auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Man habe mit netto 51 neuen Maschinen 284 neue Routen eingeführt und acht neue Basen eingerichtet. Insgesamt habe Ryanair 67 Millionen Passagiere transportiert (+14 Prozent).

Sonderdividende und steigende Ticketpreise

Nach dem Verlustjahr in der Wirtschafts- und Finanzkrise will die Airline nun seine Aktionäre mit einer Sonderdividende an der Gewinnentwicklung teilhaben lassen. Insgesamt will das Management im Oktober eine halbe Milliarde Euro an die Anteilseigner ausschütten.

Eine weitere halbe Milliarde soll möglicherweise später folgen. Damit reagiert das Unternehmen auch auf ein gescheitertes Milliardengeschäft mit dem Flugzeugbauer Boeing, das die Investitionen in den kommenden Jahren schrumpfen lässt.

Für das kommende Jahr erwartet der Billigflieger unter anderem höhere Kerosinkosten und damit auch steigende Ticketpreise. Insgesamt will die Airline die Passagierzahlen um elf Prozent steigern. Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres sei aber durch die Vulkanaschesperrungen im April geschwächt.