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Boeing 737 der Ryanair in Altenburg © Flughafen Leipzig-Altenburg

Ryanair hat angekündigt, ihre Gebührenerhöhung für aufgegebenes Gepäck nicht auf allen Strecken wieder zurückzunehmen. Ursprünglich wollte Ryanair die Gepäckgebühren in den Hauptreisemonaten Juli und August um fünf Euro erhöhen. Für Flüge ab dem 1. September sollten dann wieder die normalen Gebühren von 15 Euro für ein 15 Kilogramm schweres Gepäckstück bzw. 25 Euro für ein 20 Kilogramm schweres Gepäckstück gelten.

Wie Ryanair am Freitag mitteilte, wird die Gebührenerhöhung nun aber doch nicht auf allen Strecken zurückgenommen. Reisende, die mit Ryanair auf die Kanarischen Inseln fliegen, sollen auch künftig die höhere Gebühr von 20 Euro (15 kg) beziehungsweise 30 Euro (20 kg) für ein aufgegebenes Gepäckstück zahlen.

Erklärtes Ziel des Billigfliegers ist dabei nach wie vor, die Passagiere zur Mitnahme von möglichst wenig Gepäck zu erziehen. Und tatsächlich verzichteten mehr Passagiere angesichts der Gebührenerhöhung darauf, Gepäck aufzugeben: „Durch die Erhöhung der Gebühren für aufgegebenes Gepäck in der Sommersaison ist die Zahl der aufgegebenen Gepäckstücke, bei gleichzeitigem Anstieg der Passagierzahlen, zurückgegangen“, erklärte Ryanair-Sprecher Stephen McNamara.

Gleichzeitig betonte Ryanair jedoch erneut, dass die meisten ihrer Passagiere angeblich nicht von der Gebührenpolitik betroffen seien. „Nicht betroffen von diesen Gepäckgebühren sind etwa 70 Prozent der Ryanair-Passagiere auf den Kanaren-Verbindungen, da sie ohnehin nur mit Handgepäck reisen“, erklärte McNamara weiter.

Handgepäck von bis zu zehn Kilogramm sollen die Ryanair-Fluggäste weiterhin kostenfrei mitnehmen dürfen.