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Reaktion auf EU-Beschwerde Ryanair attackiert Air France

Im Streit um vermeintliche Ryanair-Subventionen hat der irische Billigflieger nun der Air France vorgeworfen, für das Sterben von Regionalflughäfen verantwortlich zu sein.

Ryanair-Flugzeuge. © AirTeamImages.com

Der Billigflieger Ryanair hat Air France vorgeworfen, mit ihrem Vorgehen gegen Wettbewerber die Entwicklung von Regionalflughäfen zu behindern. Air France wolle alle Frankreich-Besucher zwingen, über Paris zu reisen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary der Tageszeitung "La Tribune" vom Mittwoch. So leide beispielsweise der Flughafen von Straßburg darunter, dass Ryanair ihn vor fünf Jahren - nach einem verlorenen Prozess gegen Air France - als Zielflughafen habe aufgeben müssen und auf den nahe gelegenen süddeutschen Baden-Airpark ausgewichen sei. Der Straßburger Flughafen liege nun "im Sterben".

Zwischen Air France und Ryanair herrscht seit längerem wegen vermeintlicher Subventionen für die irische Fluggesellschaft offener Streit. Vor zwei Wochen teilte Air France mit, im November bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Ryanair eingelegt zu haben. Ryanair habe von französischen Regionalflughäfen Subventionen erhalten, die gegen europäische Wettbewerbsregeln verstießen. In "La Tribune" wies Ryanair-Chef O'Leary die Vorwürfe zurück. Zugeständnisse der Flughäfen an die irische Fluggesellschaft seien das Ergebnis geschäftlicher Verhandlungen und keine Subventionen.

Die EU-Kommission hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Untersuchungen zu Hilfen durch öffentliche Betreibergesellschaften von Flughäfen eingeleitet, die Ryanair nutzte. Ende 2008 kassierte der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung der Kommission, wonach Ryanair die Hilfen des belgischen Airports Charleroi hätte zurückzahlen müssen. In anderen Fällen stellte die Kommission von sich aus die Untersuchungen ein.

Von: AFP, airliners.de

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