Rundschau Ryanair will mehr 737-Max bestellen und Wright Electric will E-Motoren für 186-Sitzer

Ryanair will trotz der Boeing 737-Max-Misere noch mehr Jets bestellen und ein englisches Startup hat mit der Entwicklung eines elektrischen Antriebssystems für ein 186-sitziges Flugzeug begonnen. Unsere Kurzmeldungen des Tages.

Eine Animation der Boeing 737 Max 200 in Ryanair-Livery. © Boeing

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Die Randnotizen des Tages

Ryanair hat nach Aussage von CEO Michael O'Leary Boeing ein Angebot für den Kauf einer nicht genannten Anzahl von Boeing 737 Max 10 vorgelegt. Gleichzeitig erwartet O'Leary, "dass Boeing uns beim Preis für die bereits bestellten Maschinen entgegenkommt. Der irische Billigflieger hat bei Boeing bereits 210 der gegenwärtig noch gegroundeten Max-Maschinen in der Version -200 bestellt. Sobald deren Auslieferung anlaufe, wolle man den Kauf weiterer Flugzeuge unter Dach und Fach bringen.

Das Elektroflugzeug-Startup Wright Electric hat mit der Entwicklung des elektrischen Antriebssystems für das 186-sitziges Flugzeug Wright 1 begonnen. Man wolle ein dezentrales System entwickeln, dass durch zwölf Elektromotoren mit jeweils rund 1,5 Megawatt Leistung angetrieben wird, präzisierte CEO Jeffrey Engler auf einer Pressekonferenz. Easyjet unterstützt die Entwicklung des Flugzeugs und möchte das Flugzeug als klimaschonende Alternative auf kurzen Rennstrecken wie Amsterdam-London einsetzen.

Der italienische Senat hat den letzten geplanten Kredit über 400 Millionen Euro bewilligt, um Alitalia bis Mitte des Jahrs in der Luft zu halten, meldet das Luftfahrtportal CH-Aviation. Gleichzeitig bekräftigte die Politik den 31. Mai als letzten Termin, bis zu dem der eingesetzte "Kommissar" für die marode Airline, Giuseppe Leogrande, den Verkauf von Alitalia abgewickelt haben muss. Weitere Hilfskredite sollen danach definitiv nicht mehr ausgezahlt werden.

Wer am Hamburger Flughafen in eine Maschine steigt, will meistens in den Urlaub. Das ergab die Befragung von Fluggästen im Jahr 2019, teilte der Flughafen mit. Rund ein Drittel fliegt in den Urlaub, ein weiteres Viertel will Freunde und Verwandte besuchen. Dazu kommen Kreuzfahrten, Städte- und Kulturreisen, so dass insgesamt mehr als zwei Drittel aller Fluggäste privat unterwegs sind. Auf Geschäftsreisen entfallen nur knapp ein Drittel aller Flüge, überwiegend wegen Geschäftsterminen.

Das CO2-Kompensationsportal Myclimate, Partner des Lufthansakonzerns bei den Kompensationsangeboten für Fluggäste, vermeldet für 2019 eine Umsatzsteigerung auf den Webrechnern zur individuellen Emissionsberechnung von 180 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 2019 mehr als 175.000 Tonnen CO2-Emissionen auf den myclimate-Webrechnern kompensiert, teilte das Unternehmen mit. Ein EU-Report geht für 2018 von einem Ausstoß von 4,3 Millionen Tonnen CO2 allein für die Flotte der Lufthansa Passage aus.

© Adobe Stock Nr. 269592310, Nicola Lesen Sie auch: Worauf man verzichten muss, wenn der Flug das CO2-Budget nicht sprengen soll

Air France, KLM, Delta Airlines und Virgin Atlantic starten noch im Februar ein erweitertes Joint Venture, dass die Auswahl an Routen und Treueoptionen zwischen Europa und Nordamerika für die Kunden verbessern soll. Künftig könne man Flüge bei jeder der vier Fluggesellschaften über ihre jeweiligen mobilen Anwendungen, Websites oder über Reisebüros zu buchen, teilten die Unternehmen mit. Ebenso könnten künftig auf allen Flügen der vier Airlines Meilen für die unterschiedlichen Treueprogramme gesammelt und die Lounges aller genutzt werden. zusammen biete man 110 Transatlantik-Routen und bis zu 341 Transatlantik-Flüge pro Tag.

Passagierzahlen Januar

Ryanair hat im Januar 10,8 Millionen Passagiere befördert. Das sind 500.000 mehr als im Januar 2019 und bedeutet einen Zuwachs von fünf Prozent. Die Kernmarke Ryanair hat um drei Prozent auf 10,3 Millionen Kunden zugelegt. Die österreichische Tochter Lauda um 91 Prozent auf 0,5 Millionen, teilte die Airline-Gruppe mit.

Wizz Air hat im Januar 3.151.622 Passagieren befördert, was einem Zuwachs von 22,8 Prozent oder fast 600.000 Passagieren gegenüber dem Januar 2019 bedeutet, teilte der osteuropäische Low-Cost-Anbieter mit. Im gleichen Zeitraum hätten die CO2-Emissionen der Flotte um 21,3 Prozent zugelegt. Der Ausstoß pro Passagier sei um 0,5 Gramm pro Kilometer auf 58,9 Gramm zurückgegangen. Allerdings ist binnen Jahresfrist auch die Auslastung der Flotte um 2,1 Prozentpunkte auf 90,1 Prozent gestiegen.

Von: airliners.de

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