Rundschau Ausverkauf bei Etihad und ein Werbeverbot für Ryanair

Etihad verkauft fast vierzig Flugzeuge, um einige direkt wieder zu leasen. Die Finanzspritze dürfte willkommen sein. Und die britische Werbeaufsicht macht klar, dass Ryanair nicht mit der Sauberkeit seines Geschäfts werben darf. Unsere Kurzmeldungen des Tages.

Boeing 777 von Etihad. © AirTeamImages.com / Alvin Man

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Etihad hat angekündigt, insgesamt 38 Flugzeugen für rund 900 Millionen Euro an eine Investment- und eine Leasing-Firma zu verkaufen. Dabei handelt es sich um 22 Airbus A330 und 16 Boeing 777-300ER, berichtet die "Wirtschaftswoche". Die Boeing-Maschinen will Etihad im Anschluss zurück leasen.

Die britische Werbeaufsicht untersagt Ryanair künftig mit der Behauptung eines "geringen CO2-Ausstoßes" Werbung zu machen, berichtet "Der Spiegel" und weißt darauf hin, dass "EU-Daten zufolge Ryanair 2018 zu den größten Verursachern von CO2-Emissionen in Europa" zählte.

Auf dem Istanbuler Sabiha-Gökcen-Flughafen ist eine Boeing 737-800 der Pegasus nach der Landung bei starkem Regen verunglückt. Die Maschine mit 183 Menschen an Bord habe die Landebahn überschossen, sei auseinander gebrochen und in Brand geraten, berichteten türkische Medien am Mittwoch.

Boeing will dem neuen CEO David Calhoun einen Bonus zahlen, sobald die 737 Max wieder fliegt und hat nach scharfer Kritik aus dem US-Kongress erneut bekräftigt, daran festzuhalten, schreibt "Der Spiegel". Der Flugzeugbauer bekräftigte auch, dass die Entscheidung über die Rückkehrzeitpunkt der Max bei den Regulierungsbehörden liege.

Haben Hunde Anspruch auf Entschädigungszahlungen nach EU-Fluggastrechteverordnung? Die dänische Fluggesellschaft DAT ist nun laut dem Verband der europäischen Regionalflugesellschaften ERA erstinstanzlich zur Zahlung verpflichtet worden. "Travelbook" schreibt dazu, dass die Entscheidung des Gerichts auch unter Fachanwälten als nicht haltbar eingeschätzt wird.

Laut dem internationalen Luftverkehrsverband Iata ist die gobale Nachfrage im Luftfrachtbereich im vergangenen Jahr gegenüber 2018 um 3,3 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist Kapazität um 2,1 Prozent gestiegen. Damit war 2019 das erste Jahr mit einem insgesamt rückläufigen Frachtvolumen und mit dem größten Nachfrageeinbruch seit dem Jahr der globalen Finanzkrise 2009. damals betrug das Nachfrageminus 9,7 Prozent.

Der erste umgebaute Passenger-2-Freighter (P2F) Airbus A321 des luxemburgischen Luftfahrtunternehmens Vallair hat seinen Erstflug in Singapur absolviert, wie das Unternehmen mitteilte. Fliegen wird die Maschine künftig für Qantas, die Airline hat 50 der umgebauten Frachter bestellt. Vallair ist Partner der Elbe-Flugzeugwerke in Dresden. Foto: © Vallair

Das DLR hat seinen neuen Hochleistungsrechner CARA an der TU Dresden offiziell in Betrieb genommen. Der Computer sei mit 150.000 Recheneinheiten einer der leistungsstärksten Supercomputer für diesen Bereich, so Rolf Henke, DLR-Vorstand Luftfahrt. CARA soll die Einführung neuer Technologien für wirtschaftlicheres, umweltfreundlicheres und sichereres Fliegen beschleunigen.

Der Flughafen Leipzig/Halle hat die CEIV-Pharma-Zertifizierung erhalten. Laut Mitteilung ist der Flughafen damit in der Lage, rund um die Uhr zeitkritische und temperaturempfindliche Pharmasendungen abzufertigen. Nach einem einjährigen Prozess zertifizierte der Airline-Dachverband Iata die PortGround, eine Abfertigungstochter des Airports.

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) soll Aufsichtsratsvorsitzenden der Fraport werden, berichtet die dpa. Hessens früherer Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) legt die Funktion nach der nächsten Hauptversammlung am 26. Mai 2020 aus Altersgründen nieder. Weimar leitet das Kontrollgremium seit 2003.

Die europäische Flugsicherung Eurocontrol und die französische Flugsicherung haben am Flughafen Toulouse-Blagnac den Einsatz von Drohnen zur Betriebssicherung getestet, schreibt die "Flugrevue". Demnach wurden die Drohnen zur Überprüfung von Pisten, Rollbahnen und sowie der Befeuerung eingesetzt.

"Die Welt" erklärt in einem Artikel, warum Experten anhand einer Studie überzeugt sind, dass Flugtaxis der große Durchbruch verwehrt bleiben wird. Diese wären im Alltag extrem teuer, nicht vergleichbar mit Straßentaxis. Die Nachfrage werde oftmals überschätzt.

Von: airliners.de

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