Rundschau Neue ATR 42, 100 neue Piloten für Tui, Easa unzufrieden mit Max-Update

ATR erschließt mit einer neuen Version seines Klassikers Destinationen. Tui will Thomas-Cook-Piloten neue Jobs geben und die Easa will es beim 737-Max-Update genau wissen. Unsere Rundschau mit den Kurzmeldungen des Tages.

Produktion von ATR-Flugzeugen © ATR / BARTHE Pierre

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Notizen und Lesetipps

Das ATR-Aufsichtsgremium hat den Weg für den Bau der Kurzstartversion der ATR 42 frei gemacht. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der 40- bis 50-Sitzer durch die neuen Fähigkeiten über 500 zusätzliche Airports anfliegen können. Die Zertifizierung der ATR 42-600S genannten Variante soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 vorliegen, die Auslieferungen direkt danach starten.

Tui rekrutiert wegen der Thomas-Cook-Pleite zusätzliches Personal für die Sommersaison 2020. Dabei werden auch 300 Jobs für fliegendes Personal besetzt, für die Ex-Thomas-Cook-Mitarbeiter vorgesehen sind. Insgesamt werden 200 Flugbegleiter und 100 Piloten für Tui Airways gesucht, berichtet der "Independent".

Für Boeing könnte isch die Wiederzulassung der 737 Max weiter verzögern, da die europäische Flugaufsichtsbehörde Easa anscheinend nach zusätzlichen Tests des Software-Updates für das Flugzeug verlangt. Das schreibt das "Wall Street Journal" und berichtet von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Easa und ihrem US-amerikanischen Pendant FAA. Es gehe um die Frage wie genau die Arbeitsabläufe der beiden nun erstmals an Bord einer 737 simultan betriebenen Flugsteuerungscomputer seien. Bei allen älteren 737-Modellen war stets nur ein Computer pro Flug aktiv. Das wurde nun geändert, um auch rechnerseitig Redundanz zu gewährleisten.

In der aktuellen Pleitewelle unter europäischen Airlines wurden und werden viele unrentable Gesellschaften mit Staatsgeld unterstützt: Vor zwei Jahren Air Berlin, nun seit Langem schon Alitalia. Für das "Handelsblatt" eine klare Fehlentwicklung, denn klingende Namen ersetzten kein tragfähiges Geschäftsmodell.

Am kommenden Dienstag wird es wohl eine Entscheidung im Alitalia-Poker geben. Der Atlantia-Konzern setzt nun die Politik unter Druck, die Lufthansa gibt sich derweil wegen staatlicher Einmischung weiter uninteressiert. Weiterlesen

Foto: © Alitalia

Der Flughafen Basel-Mulhouse ist wegen wiederholten Vorwürfen von schlechter Behandlung Behinderter in die Kritik geraten. Wie die "BZ" berichtet, sei besonders die Situation bei den Sicherheitskontrollen problematisch. Der Flughafen spricht von Einzelfällen, will aber auf die Kritik eingehen.

Der Immobilienentwickler Panattoni Europe baut im Airport Park Leipzig-Halle ein neues Logistikzentrum, berichtet die "Deutsche Verkehrszeitung". Bis Anfang 2021 sollten rund 40 Millionen Euro investiert werden und unter anderem 51.000 Quadratmeter Hallenfläche und 2000 Quadratmeter Büroflächen entstehen.

Der Regionalflughafenverband IDRF und der Geschäftsfliegerverband GBAA verstärken ihre Zusammenarbeit, erklärten Vertreter beider Seiten bei ihrer ersten gemeinsamen Tagung in Oberpfaffenhofen. Durch ähnliche Interessen in der dezentralen Luftfahrt sitze man in einem Boot.

Am Flughafen Wien mussten Bodenabfertiger-Verträge neu ausgeschrieben werden, wobei es zu erheblichen Verzögerungen kam, weshalb noch keine Neu-Vergabe stattgefunden hat. Deshalb droht ab Januar ein Abfertigungschaos, schreibt "kurier.at".

Der Flughafen Wien hat im September 2019 knapp drei Millionen Passagiere gezählt, was einem Plus von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie der Airport mitteilt. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg um zwölf Prozent, die der Umsteiger um sechs Prozent. Die Flugbewegungen nahmen um acht Prozent zu, das Frachtaufkommen ging um drei Prozent zurück.

British Airways kompensiert ab Januar 2020 den CO2-Ausstoß aller ihrer Flüge innerhalb des Vereinigten Königreichs, teilt die Airline mit. Damit ziehen die Briten mit Air France gleich, die kürzlich ein vergleichbares Programm angekündigt hatte. Die Ausgleichszahlungen sollten unter anderem in erneuerbare Energien, Regenwaldschutz und Aufforstungsprogramme investiert werden, heißt es von BA. Auf den bis zu 75 täglichen Inlandsflügen würden etwa 400.000 Tonnen C02 pro Jahr ausgestoßen.

Von: airliners.de

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