Rundschau Rücktritt Lauda-Betriebsrat, mehr A320 für Austrian und die neue German Airways

Lauda kommt nicht zur Ruhe und entlässt zurückgetretene Betriebsräte. Derweil flottet mit Austrian die Wiener Konkurrenz neue A320 im Monatsrhythmus ein. Das und mehr in unserer Nachrichten-Übersicht der Luftfahrt-Randnotizen des Tages.

Airbus A320 OE-LZD der Austrian © Austrian Airlines / Hannes Winter

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Der Lauda-Betriebsrat ist nach Informationen von "austrianaviation.net" geschlossen zurückgetreten. In den kommenden Tagen solle ein neuer Betriebsrat gewählt werden, die Vorbereitungen dafür liefen bereits, zitiert das Portal einen Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft Vida. Die Gewerkschaft habe außerdem mitgeteilt, dass einer Betriebsrätin nach ihrem Rücktritt gekündigt worden sei. Weil Vida diese Kündigung als gegenstandslos ansehe, sei Klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht worden.

Aus der Zeitfracht Aviation Holding wird German Airways. Die beiden Fluggesellschaften WDL und LGW sollen aber weiterhin eigenständig bleiben, wie Zeitfracht mitteilte. Beide Fluggesellschaften fliegen im Wet-Lease für verschiedene Airlines, LGW vor allem für Eurowings.

Der erste von zehn zusätzlichen Airbus A320 ist bei Austrian in Wien angekommen, teilt die Airline mit. Die Maschine mit der Registrierung OE-LZD befinde sich bei Austrian Technik für letzte Arbeiten, bevor sie in den Liniendienst gehen solle. Austrian will im Oktober und November 2019 sowie im Januar kommenden Jahres jeweils zwei A320 einflotten. Bis 2021 sollen weitere vier Maschinen hinzukommen. Die zehn Airbus-Jets seien als Ersatz für die 18 Dash 8 der Austrian geplant, so die Airline.

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380 Millionen Euro Überbrückungskredit sollen Condor über den Winter helfen. Aber was dann? Die "Wirtschaftswoche" analysiert die Situation eingehend. Nach Ansicht des Blattes läuft es auf eine der drei Optionen Sanierung in Eigenregie, Übernahme aus der Branche oder Übernahme durch gemischte Eigentümer hinaus.

Wäre der "Single European Sky" Realität, könnten zehn Prozent CO2 im innereuropäischen Luftverkehr eingespart werden, so KLM-Chef Pieter Elbers im Interview mit dem "Tagesspiegel". Der einheitliche europäische Luftraum sei ein wichtiges Ziel, das allerdings derzeit kein Politiker angehe.

Die Stralsunder Ferienfluggesellschaft Sundair soll 2019 erstmals Geld einfliegen. Wie "Touristik aktuell" berichtet, erwartet Gerald Kassner, Chef des an Sundair beteiligten Reiseveranstalters Schauinsland, für dieses Jahr 450.000 Passagiere und sieht sich in seiner Strategie bestätigt.

Der schweizerische Flugzeughersteller Pilatus hat erstmals eine vollautomatische Bohr- und Nietanlage für die Serienproduktion des PC-24 übernommen. Wie der Anlagenbauer Broetje Automation mitteilt, hätten die beiden Unternehmen bereits in der Design-Phase des Flugzeugs eng zusammengearbeitet, um eine hohe Flexibilität und Auslastung der Maschine zu garantieren. Foto: © Broetje Automation

Luftfahrt-Zulieferer Diehl Aviation und die Arbeitnehmerseite haben sich nach Angaben der IG Metall auf einen Job-Abbau am Standort Hamburg verständigt. Bis 2023 sollen stufenweise 50 Arbeitsplätze nach Ungarn verlagert und 190 gestrichen werden. Die Belegschaft in der Hansestadt solle nicht unter 700 Mitarbeiter fallen. Laut Diehl soll Hamburg Standort für Produktion, Vertrieb, Service, Logistik und Entwicklung bleiben.

Der Kreis Borken wird dem Flughafen Münster/Osnabrück einen Kredit in Höhe von rund 160.000 Euro gewähren. Das schreibt die "Borkener Zeitung". Der defizitäre Airport braucht von seinen Gesellschaftern für Sanierungsarbeiten insgesamt 26 Millionen Euro und für die Bedienung auslaufender Kredite weitere neun Millionen.

Von: airliners.de

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