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Eine "Black Swan"-Transportdrohne von Dronamatics. © Dronamatics

Der Flughafen Rostock-Laage soll nach Angaben von Geschäftsführerin Dörthe Hausmann einer von drei deutschen Standorten von bulgarischen Transportdrohnen werden. Der Entwickler und Betreiber von transportfähigen Mittelstreckendrohnen, Dronamics, plane, voraussichtlich ab 2022 die Transportdrohnen "Black Swan" zu stationieren. Die beiden anderen Standorte seien Paderborn und Weeze in Nordrhein-Westfalen.

Grundlage für den Einsatz dieser Fluggeräte sei die neue EU-Drohnenverordnung. Sie erlaube seit diesem Jahr den professionellen Betrieb großer unbemannter Lufttransportmittel und soll noch in diesem Jahr in deutsches Recht überführt werden.

Die "Black Swan" hätten eine Spannweite von 16 Metern, sagte Hausmann. Sie verfügten über eine Frachtkapazität von bis zu 350 Kilogramm und eine maximale Reichweite von 2500 Kilometern. Mit ihnen könnten Lieferzeiten und -kosten sowie die Emissionen um bis zu 80 Prozent verringert werden. Sie seien beispielsweise dafür geeignet, zeitkritische Waren auszuliefern.

"Unser Ziel ist es, den Flughafen Rostock-Laage als Innovationsflughafen und Technologiezentrum für neue Verkehrstypen und -technologien zu etablieren", sagte Hausmann. Im größten Flughafen Mecklenburg-Vorpommerns ruht derzeit coronabedingt der Linien- und Charterflugverkehr.