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Flughafen Rostock-Laage © Pilot Training Network

Der Flughafen Rostock-Laage will nach eigenen Angaben klimaneutral werden. Regionalflughäfen sollten nicht geschlossen, sondern zu Orten werden, an denen neue Technologien für eine nachhaltige Verkehrswende getestet würden, erklärte Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann.

Um als "Green Airport" klimaneutral zu werden, plane der Flughafen zahlreiche Maßnahmen. So solle mit einer solarthermischen Anlage der Heizbedarf gedeckt werden, der für 70 Prozent der Emissionen des Flughafens verantwortlich sei. Eine Photovoltaik-Anlage soll zukünftig einen Großteil des Strombedarfs decken und der gesamte Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Wildwiesen sollen die Artenvielfalt fördern. Einen Zeitplan nannte Hausmann nicht.

Beim Bundesverkehrsministerium habe der Flughafen außerdem Fördergelder für eine Anlage beantragt, mit der an E-Kerosin geforscht werden soll. Dabei handelt es sich um synthetisches Kerosin, dass nicht aus Erdöl, sondern aus Kohlendioxid und Wasser hergestellt wird.

Die Pläne sind Hausmann zufolge Teil einer Strategie, kleine Regionalflughäfen wie Laage auch in der Verkehrswende nicht sterben zu lassen. Neue Arten des Fliegens, wie Drohnenverkehr, Flugtaxis und Elektroflugzeuge, sollen den Kleinflughäfen ihren Platz in einem klimafreundlichen Verkehrskonzept sichern.

Ab 2022 sollen in Laage Transportdrohnen einer bulgarischen Firma stationiert werden, hatte es Ende April geheißen. Die Fluggeräte sollen Lasten von 350 Kilogramm über maximal 2500 Kilometer transportieren können und Lieferzeiten sowie Emissionen senken.