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Rolls-Royce will sich 5,5 Milliarden Euro beschaffen

Nach einem Milliardenverlust ist ein umfangreicher Arbeitsplatzabbau beim Triebwerkbauer Rolls-Royce im Gange. Zusätzlich muss sich das Unternehmen viel Geld besorgen, während die Aktie ihre Talfahrt verschärft.

Ein Triebwerkstechniker arbeitet bei Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz an einem Flugzeugtriebwerk. © dpa / Patrick Pleul

Der stark angeschlagene britische Triebwerksbauer Rolls-Royce will sich über die Ausgabe von Aktien und Anleihen sowie neue Kredite dringend benötigtes Geld beschaffen. Insgesamt will sich der MTU-Konkurrent 5 Milliarden britische Pfund (5,5 Milliarden Euro) besorgen.

Die Emission neuer Anteile soll rund zwei Milliarden Pfund bringen, wie Rolls-Royce mitteilte. Über die Platzierung einer Anleihe soll eine Milliarde Pfund ins Haus geholt werden. Zudem will sich das Unternehmen neue Kredite über zwei Milliarden Pfund sichern. Das Unternehmen ist wie die gesamte Luftfahrtbranche stark von der Corona-Pandemie getroffen.

Konzernchef Warren East hatte im Sommer nach einem Milliardenverlust im ersten Halbjahr den Abbau von tausenden Stellen angekündigt. Insgesamt sollen bis zu 8000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte wegfallen, rund ein Drittel der Belegschaft aus der Zeit vor der Pandemie. In der Verwaltung stehen weitere 1000 Stellen auf der Streichliste. Mehr als 4000 Mitarbeiter hätten Rolls-Royce bereits verlassen, hieß es im August. Zudem stehen einige Sparten zum Verkauf. Die Aktie des Unternehmens hatte in den vergangenen Monaten ihre seit Mitte 2018 anhaltende Talfahrt beschleunigt.

Am Mittwoch fiel sie um sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit 17 Jahren. Im laufenden Jahr summieren sich die Verluste auf 80 Prozent. Das Unternehmen hatte Medienberichten zufolge zuletzt auch mit großen staatlichen Fonds über einen Einstieg verhandelt. Die Gespräche seien aber gescheitert.

Von: dk, dpa

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