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Rolls-Royce ist auf Kapitalsuche

Der auf Langstreckenantriebe fokussierte Triebwerksbauer Rolls-Royce dürfte die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Flugzeughersteller noch lange spüren. Frisches Kapital soll den Konzern durch die nächste Zeit bringen.

Rolls-Royce verfügt nun im brandenburgischen Dahlewitz über einen neuen Teststand für Großtriebwerke. © Rolls-Royce

Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce sondiert Wege, um an Kapital zu kommen. Der Konzern "prüfe eine Reihe möglicher Optionen, um seine Bilanz zu stärken", teilte er am Freitagnachmittag in London mit. Die Überlegungen seien noch in einem frühen Stadium, eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Angelegenheit unter Berufung auf Insider berichtet.

Die Aktie war schon auf die Bloomberg-Kreisemeldung hin abgesackt, auf Tagessicht notiert sie jetzt in London 7,7 Prozent schwächer.

© AirTeamImages.com, Yochai Lesen Sie auch: Rolls-Royce-Chef kündigt harte Produktions- und Kostensenkungen an

Der Konzern erwäge eine Kapitalerhöhung und den Verkauf von Vermögenswerten, hatte Bloomberg berichtet. Die Sparte ITP Aero sei ein möglicher Verkaufskandidat. In einer Kapitalerhöhung könnte der Konzern darauf zielen, 1,5 bis 2 Milliarden Britische Pfund (1,7 bis 2,2 Milliarden Euro) einzuspielen. Rolls-Royce ging auf diese Einzelheiten in seiner Erklärung nicht ein.

Viele Airline-Manager und die großen Flugzeughersteller Boeing und Airbus erwarten, dass sich das Geschäft mit Fernflügen als letztes von der Krise erholt. Auch sie haben ihre Produktionspläne infolge der Pandemie gekappt - und zwar besonders stark bei den Großraumjets, deren Antriebe oft von Rolls-Royce stammen.

Von: dk, dpa

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