Regierungs-Airbus "Konrad Adenauer" erhält Selbstschutzssystem

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr muss derzeit auf den A340 "Konrad Adenauer" verzichten. Das Flugzeug wird mit Selbstschutzanlagen ausgerüstet. Ein Ersatz für den Regierungsflieger ist sichergestellt.

Die Regierungsmaschine \"Konrad Adenauer\". dpa / Kay Nietfeld

Der Regierungs-Airbus A340 16+01 «Konrad Adenauer» wird derzeit unter strenger Geheimhaltung in den USA mit einem Selbstschutzsystem ausgerüstet. Der A340 steht nach Informationen der «Welt am Sonntag» noch bis mindestens August nicht für die Flugbereitschaft zur Verfügung. Ein Sprecher der Luftwaffe bestätigte auf dpa-Anfrage den Sachverhalt.

Die erst 2011 in den Dienst der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums gestellte Maschine ist dem Bericht zufolge bereits seit Februar nicht mehr im Einsatz. In den USA soll das Flugzeug nach Informationen der Zeitung unter anderem mit einer autonomen Technik ausgerüstet werden, die Raketengeschosse abwehren kann. Hersteller des hochsensiblen Systems ist das amerikanische Rüstungsunternehmen Northrop Grumman, das von der Bundesregierung auch mit dem inzwischen gestoppten Drohnenprojekt Euro Hawk beauftragt wurde.

Nach Angaben des Luftwaffensprechers handelt es sich bei der «Einrüstung» um reine Selbstschutzanlagen. Detaillierte Angaben dazu könnten aus Sicherheitsgründen nicht gemacht werden. «Zur Kompensation der Abwesenheit der Maschine» sei eine der bereits für den Verkauf vorgesehenen Maschinen des Typs Airbus A310 nicht verkauft worden. Deren Einsatz sei nun bis Mitte 2014 verlängert.

Der Flugbereitschaft stünden damit an Flugzeugen insgesamt derzeit ein Airbus A340, zwei Airbus A319, ein Airbus A310 und vier Global 5000 zur Verfügung.

Von: dpa

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