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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) © dpa / Ralf Hirschberger

Der Bund und die Länder planen zwar, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern, doch schon in der kommenden Woche soll es zu weiteren Öffnungsschritten kommen. Das geht aus einem vorläufigen Beschlussentwurf für die morgen tagende Bund-Länder-Runde hervor, aus dem die "FVW" zitiert. Vor allem die Begegnungsregeln sollen gelockert werden, auf der Basis einer umfangreichen Teststrategie.

Eine solche gibt es zwar im touristischen Bereich, doch das scheint der Politik weiterhin nicht zu reichen. Öffnungen im Bereich inländischer Reisen und Hotels sollen erst bei der nächsten Sitzung am 24. März weiter erörtert werden. Weiter heißt es in dem Entwurf, dass man die Bürger weiterhin dringend dazu auffordere, nicht nötige Reisen zu unterlassen, das gelte auch über Ostern.

Kritik am noch nicht finalen Entwurf kam aus der Branche und vom tourismuspolitischen Sprecher der FDP, Marcel Klinge. Sie beklagen, dass Reisen zusehends zum Sündenbock gemacht würden. "Schon wieder wird die gesamte Tourismuswirtschaft von Schwarz-Rot ungerechtfertigt als vermeintlicher Pandemietreiber abgestraft. Erst in der dritten Öffnungswelle ist nur die Außengastronomie mit dabei. Hotels und Ferienwohnungen haben gar keinen Platz im Öffnungskonzept, sie werden auf Ende März vertröstet, was für die Beteiligten und ihre Mitarbeiter ein Desaster ist", so Klinge.

Stattdessen werde von Seiten der Bundesregierung sogar explizit geraten, auf Reisen zu verzichten. Das sei "vollkommen absurd: Urlaub auf Mallorca bleibt möglich, aber nicht in der Ferienwohnung auf Usedom. Statt dringend benötigter Perspektiven werden die Betriebe sehenden Auges in die bittere Pleite getrieben." Und das, obwohl das RKI erst unlängst bestätigt habe, dass Urlaubsreisen keine Infektionstreiber sind. "Die Verbände der Reisewirtschaft haben Konzepte vorgelegt, wie sicheres Reisen möglich ist. Was sollen die Beteiligten denn noch machen?", ereiferte sich Klinge.