Rätselraten über A380-Kundin

Zwei A380-Maschinen von Erstkundin Singapore Airlines übernimmt die Portugiesin Hifly. Doch die wird sie die nicht für eigene Flüge einsetzen. Die Doppelstöcker sollen an eine Kundin aus Europa gehen - nur an welche?

Die A380 der Hifly wirbt mit einer speziellen Livery für die Erhaltung der Korallenriffe. © Hifly

Die beiden A380-Jets des portugiesischen Leasing-Spezialisten Hifly Malta, die bislang bei Singapore Airlines im Einsatz waren, sollen weiter für eine europäische Kundin fliegen. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf Angaben von Hifly. Die genaue Airline wollte man noch nicht nennen.

Die erste Maschine mit der Seriennummer MSN6 landete nun auf dem portugiesischen Flughafen Beja, der technischen Basis von Hifly. Es war die erste Landung einer A380 in dem Land überhaupt. Noch im Sommer soll die Maschine wieder in den Liniendienst treten.

Kundin aus Asien oder Europa

Der zweite Vierstrahler soll im kommenden Jahr folgen. Die noch nicht genannte Leasing-Kundin soll eine europäische Fluggesellschaft sein, die bisher keine eigenen A380 betreibt, berichtet "Flugrevue". Wann genau es losgeht, wurde demnach nicht verraten.

Vergangene Woche war in Farnborough bekannt geworden, dass Hifly die beiden an Singapore Airlines vermieteten Doppelstocker übernimmt. Damals hieß es nur, dass der Leasing-Spezialist mit mehreren Kunden aus Asien und Europa über eine Vermietung in Verhandlung stehe.

A380-Nachfrage nur noch gering

Die Nachfrage nach den A380-Maschinen ist 13 Jahre nach Produktionsstart nur noch gering. Airlines setzen auf langen Strecken immer häufiger erweiterte Mittelstreckenjets ein.

Der Dortmunder Lessor Dr. Peters Group, der die ersten beiden A380-Jets an die damalige Erstkundin Singapore Airlines auslieferte, verwertet die beiden Maschinen aktuell als Ersatzteillager. So hoffe man das optimale Ergebnis für die Investoren zu erreichen, sagte Unternehmenschef Anselm Gehling im Interview mit airliners.de.

© Dr. Peters Group Lesen Sie auch: "Das Kerngeschäft einer Airline ist es nicht, Flugzeuge zu besitzen" Interview mit Dr.-Peters-Chef Anselm Gehling

Von: cs

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