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Premium Aerotec erhält A350-Autoklav

Premium Aerotec, größter Zulieferer für den neuen Airbus A350 XWB, hat den 25 Meter langen Autoklav in Empfang genommen. Der Druckofen wird zum Aushärten der CFK-Rümpfe benötigt.

Anlieferung des Autoklav für die A350-Rumpfproduktion © Premium Aerotec

Premium Aerotec rüstet sich für die Serienproduktion des neuen Langstreckenflugzeugs A350 XWB. Dazu hat der in Augsburg ansässige Zulieferer am Mittwoch einen 25 Meter langen und im Durchmesser acht Meter hohe Druckofen (Autoklav) angeliefert bekommen.

Der Rumpf des neuen Langstreckenflugzeugs A350 XWB wird zum überwiegenden Teil aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen (CFK) hergestellt. Die Fertigung der hochkomplexen Rumpfstruktur in Leichtbauweise für den A350 XWB erfordert diese zukunftsweisende CFK-Technologie. Dies betrifft die Herstellung der Außenhaut mit einer Harzfaser-Legemaschine (Fiber-Placement-Anlage) sowie das Aushärten im Druckofen (Autoklav).

Mit der Autoklavtechnik sind diese CFK-Materialien in der höchsten Qualität herstellbar, teilt Premium Aerotec mit. Durch die Aushärtung im 180 Grad heißen Autoklaven mit einer Kombination von Druck und Unterdruck entstehen Bauteile mit extrem hoher Festigkeit, dabei aber geringem spezifischen Gewicht. Das senkt, neben anderen Maßnahmen, den Treibstoffverbrauch dieser künftigen Airbus-Flugzeuggeneration deutlich.

Der Autoklav mit einem Transportgewicht von 260 Tonnen wurde speziell für Premium AEROTEC in Südkorea angefertigt. Die Nutzlänge des neuen Druckofens beträgt 23 Meter, der Nutzdurchmesser sieben Meter. Die reinen Herstellkosten des Autoklaven belaufen sich auf ca. € 6,5 Mio.

In Augsburg entsteht derzeit eine 25.000 m² große Fertigungshalle auf einem Gelände von rund 63.000 m². Die Produktionshalle wird zunächst für die Fertigung der großdimensionierten Seitenschalen der hinteren Rumpfsektion (Sektion 16-18) für den A350 XWB errichtet. Auch der neue Autoklav wird in dieser neuen Produktionshalle installiert. Nach der Aufstellung und der Installationsphase soll der Autoklav seinen ersten Aushärtezyklus Mitte 2010 fahren und dann für den Beginn der Serien-Produktion zur Verfügung stehen. Bereits installiert wurde eine Fiber-Placement-Anlage, die zur Herstellung der Seitenschalen für den A350 XWB aus CFK eingesetzt wird. Diese ist komplett aufgebaut und verkabelt und soll in den nächsten Wochen vollständig in Betrieb gehen.

Parallel zum Hallenbau in Augsburg ist derzeit auch die Fertigungshalle für die vordere Rumpfsektion (Sektion13/14) des A350 XWB am Standort in Nordenham in einem weit fortgeschrittenen Bauzustand.

Von: airliners.de mit Premium Aerotec

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