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Blick in das geöffnete PW1500G-Triebwerk © Bombardier

Luftfahrtkonzern Raytheon macht trotz Krise Quartalsgewinn. Im ersten Quartal hätten der Umsatz, der bereinigte Gewinn je Aktie und die Entwicklung der Barmittel die anfänglichen Erwartungen übertroffen, sagte Konzernchef Greg Hayes am Dienstag am Unternehmenssitz in Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts).

Zu Raytheon Technologies gehören der Triebwerksbauer Pratt & Whitney, der Luftfahrt-Zulieferer Collins Aerospace sowie das Rüstungs-, Sicherheits- und Raumfahrtgeschäft des früheren Raytheon-Konzerns.

Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen Umsatz von knapp 15,3 Milliarden US-Dollar (12,6 Milliarden Euro) und einen Überschuss von 753 Millionen Dollar. Die Zahlen von Anfang 2020 sind damit nicht ohne Weiteres vergleichbar, da Raytheon Technologies damals noch nicht in dieser Form bestand.

Umsatzrückgang bei Pratt & Whitney geringer

Dabei bekamen Pratt & Whitney und Collins den weltweiten Geschäftseinbruch im Fluggeschäft weiterhin deutlich zu spüren. Bei Collins brach der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel ein, der operative Gewinn sackte sogar um drei Viertel ab.

Bei Pratt & Whitney fiel der Umsatzrückgang etwas geringer aus, doch das operative Ergebnis blieb nur knapp in den schwarzen Zahlen. Das Unternehmen erklärte dies mit dem Einbruch der Nachfrage im Ersatzteilgeschäft, an dem Triebwerksbauer in normalen Zeiten besonders gut verdienen.

Für das laufende Jahr rechnet die Konzernführung jetzt mit einem Umsatz von 63,9 bis 65,4 Milliarden Dollar. Damit liegt die untere Marke eine halbe Milliarde höher als bisher. Raytheon Technologies war Anfang April 2020 durch den Zusammenschluss von Raytheon und Teilen des US-Konzerns United Technologies (UTC) entstanden.