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Polens Regierung schließt Lot-Pleite nicht aus

Polens Regierung kämpft weiter um die Zukunft der Fluglinie Lot. Die Zahlungsunfähigkeit des von der Coronakrise geschwächten staatlichen Unternehmens kann aber nicht mehr ausgeschlossen werden.

Eine Boing 787 der Lot. © AirTeamImages.com / Yochai

Polens Regierung schließt eine Lot-Pleite nicht mehr aus. "Momentan gehe ich von diesem Szenario nicht aus. Es ist natürlich möglich, aber ich behandele es als den äußersten Fall", sagte der für Staatsbeteiligungen zuständige Minister Jacek Sasin am Dienstag dem Radiosender "RMF FM".

Der polnische Staat wolle zunächst die Wirtschaftslage der Fluglinie verbessern, indem man Gehälter kürze und die Leasingverträge für die Flugzeugflotte neu verhandele. Man erwäge auch ein öffentliches Rettungspaket, ähnlich wie dies andere Länder für ihre Fluglinien aufgelegt hätten, sagte Sasin weiter.

Mitte März hatte die Lot wegen der Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie alle Flüge eingestellt. Anfang Juni wurden Inlandsflüge wieder aufgenommen. Polens Verbot für internationale Flüge läuft an diesem Dienstag aus.

Die Lot war Mitte April von der geplanten Übernahme des deutschen Ferienfliegers Condor zurückgetreten. Der Mutterkonzern PGL hatte die bereits im Januar vereinbarte Übernahme abgesagt.

Von: dpa, br

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