Piper eröffnet Deutschland-Sitz am neuen Flughafen Kassel-Calden

Der Flughafen Kassel setzt auch nach seinem Ausbau zum Verkehrsflughafen vor allem auf Geschäftsreiseverkehr. Der Kleinflugzeugbauer Piper eröffnet nun einen neuen Firmensitz am neuen Flughafen.

Deutschland-Sitz von Piper am Flughafen Kassel-Calden. © dpa / Swen Pförtner
Deutschland-Sitz von Piper am Flughafen Kassel-Calden. © dpa / Swen Pförtner
Deutschland-Sitz von Piper am Flughafen Kassel-Calden. © dpa / Swen Pförtner

Piper eröffnet an diesem Samstag (20.7.) am Flughafen Kassel-Calden seinen neuen Deutschland-Sitz. Der Umzug vom alten zum neuen Kasseler Flughafen sei ein wesentlicher Schritt, um weitere Geschäfte zu generieren, sagte Vorstandschef Wilfried Otto am Freitag: «Wir sind in einer zentralen Lage von Europa, das wird sich rumsprechen.»

Kassels Flughafenchef Jörg Ries erklärte, die allgemeine Luftfahrt gehöre neben der kommerziellen Fliegerei und dem geplanten Gewerbegebiet auf dem alten Flughafengelände zu den drei Standbeinen des Flughafens.

Umstritten ist die Eröffnung von Kassel-Calden im April 2013 vorallem wegen seines Ausbaus zum Verkehrsflughafen. Dass der Flugverkehr von Kassel-Calden aus sich zunächst einmal über mehrere Jahre hinweg langsam entwickeln müsse, sei den Eigentümern aber von Anfang an klar gewesen. Es gebe zwar Tage, an denen nur ein großes Verkehrsflugzeug in Kassel-Calden lande, räumte Ries ein. «Dafür sind aber 50, 60 Geschäftsflieger unterwegs».

Beim Bau des Flughafens Kassel-Calden wurde der großen Bedeutung der Allgemeinen Luftfahrt Rechnung getragen. Mit dem General Aviation Terminal (GAT) erhielt die Allgemeine Luftfahrt ein eigenes Gebäude. Optimale Bedingungen schafft zudem ein separates Vorfeld. Am Platz sind fast 100 Flugzeuge stationiert.

"Für unser Unternehmen war der Bau des neuen Flughafens in Kassel dringend notwendig, da der alte Standort einfach zu klein geworden ist", so Wilfried Otto, Vorstandsvorsitzender der Piper Gruppe. Der Flughafen werde von dem durch die General Aviation generierten Verkehr verstärkt profitieren. Auf dem alten Flugplatz habe man im vergangenen Jahr über 2.000 Flugbewegungen gezählt.

Piper verkauft Flugzeuge, betreibt Ersatzteilhandel und Wartung. Piper ist seit 1970 in Kassel ansässig. Im Geschäftsjahr 2011/2012 (30.9.) setzte das Unternehmen mit etwa 70 Mitarbeitern rund 22 Millionen Euro um. Der neue Firmensitz mit großer Flugzeughalle kostete rund sieben Millionen Euro. In Europa steht Piper damit nach eigenen Angaben an dritter Stelle der führenden Lieferanten für Flugzeugteile, Avionik, Schmierstoffe und Zubehör im Bereich der Allgemeinen Luftfahrt, weltweit rangiert Piper auf Platz fünf.

Von: dpa, airliners.de

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