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Oberstleutnant Klaus Peter Wegener (l) und Hauptmann Holger Klapper im Cockpit des Airbus A310 'Theodor Heuss' © dpa / Tim Brakemeier
Formationsflug aller f © Airbus 2012 / A. Doumenjou
Ein Airbus A319 mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) an Bord landet am 21.10.2011 auf der neuen Landebahn Nordwest des Flughafens Frankfurt © dpa / Arne Dedert
Bundeswehroffiziere besichtigen am 22.09.2011 in einem Hangar in Schönefeld eine Bombardier Global 5000. © dpa / Bernd Settnik
Der neue Airbus A340 der Flugbereitschaft der Luftwaffe steht am 30.03.2011 im Hangar der Lufthansawerft in Hamburg. © dpa / Bodo Marks
Eurofighter der Bundeswehr auf dem Vorfeld © EADS
Mehrzweckkampfflugzeug Tornado im Formationsflug / Rott
Vor Beginn der Luftfahrtmesse ILA warten Techniker am Freitag (07.09.2012) einen Tornado auf dem Messegelände in Selchow bei Schönefeld. © dpa / Bernd Settnik

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um sich bei der Bundeswehr für die Ausbildung zum Piloten bewerben zu können, muss man mindestens 17 Jahre alt sein, zumindest einen Realschulabschluss mit Berufsausbildung (besser Abitur) vorweisen können und deutscher Staatsbürger sein. Es dürfen keine Vorstrafen oder Schulden vorhanden sein. Des Weiteren setzt eine Pilotenkarriere die Verpflichtung zur Offizierslaufbahn voraus.

Wie sieht der Eignungstest aus?

Bevor er mit der Pilotenkarriere los gehen kann, muss zunächst ein dreistufiger Einstellungstest absolviert werden.

Phase I

Die Pilotenlaufbahn bei der Bundeswehr beginnt mit einem Eignungsfeststellung bei der Offizierbewerberprüfzentrale Köln zur Feststellung der generellen Eignung. Neben gängigen Einstellungstests wie Mathematik, Deutsch und Gruppenaufgaben werden grundlegende Fähigkeiten, wie Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Teamgeist, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und körperliche Belastbarkeit bewertet.

Je nachdem, in welche Tätigkeitsbereiche der Offizier später bei der Bundeswehr gehen möchte, werden unterschiedliche Fähigkeiten erwartet. Ein Pilot muss zum Beispiel jederzeit in der Lage sein, verschiedene Abläufe im Cockpit gleichzeitig unter Stress korrekt einordnen zu können.

Phase II

Anschließend werden die Kandidaten im Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin in Fürstenfeldbruck auf ihre medizinische Tauglichkeit als Luftfahrzeugführer hin geprüft, um so den bestgeeigneten Kandidaten für den anspruchsvollen Einsatz als Pilot zu ermitteln.

Phase III

Nach erfolgreichem Abschließen der ersten beiden Phasen beginnt eine psychomotorische Eignungsfeststellung. Innerhalb einer Woche werden die Kandidaten in einem Unterrichtsteil, mehreren Übungen in einem Simulator sowie einer Lernüberprüfung abschließend getestet.

Diese Phase findet entweder im Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck (für Bewerbungen als Kampfpilot, Transportpilot) oder an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg statt (für Bewerbungen als Hubschrauberpilot aller Teilstreitkräfte der Bundeswehr).

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Ausbildungsablauf

Offizierschule

Sofern der Bewerber nicht schon Soldat war, beginnt die Ausbildung zum Offiziersanwährter. Je nach Streitkraft variiert der Ort der Ausbildung. Hubschrauberpiloten fangen meist beim Heer an der Offizierschule in Dresden an, während Jetpiloten direkt bei der Luftwaffe ausgebildet werden. An den Offizierschulen werden die Grundfertigkeiten des Berufs beigebracht.

Neben der praktischen Ausbildung im Gelände werden auch theoretische Grundlagen zum Beispiel Taktik, Methodik oder Didaktik vermittelt. Ein Besonderer Schwerpunkt liegt auf Führung und Wehrrecht. Nach bestandenem Offizierslehrgang erfolgt noch ein drei bis vier Jahre dauerndes Studium. Erst anschließend findet die fliegerische Ausbildung statt.

Fliegerische Grundausbildung

Für die angehenden Luftwaffen- und Marinepiloten sowie für die Waffensystemoffiziere startet die fliegerische Ausbildung mit einem mehrwöchigem Englischkurs, bei dem der Schwerpunkt auf dem Erlernen des fliegerischen Fachvokabulars liegt. In einem anschließenden Intensivkurs werden die Themen Navigation, Aerodynamik und Wetterkunde behandelt.

Anschließend kommt der erste fliegerische Ausbildungsteil in Goodyear (Arizona, USA). Dort werden die ersten Flugerfahrungen gesammelt. Angehende Jetpiloten werden hier sogar bis zum ersten Soloflug geschult.

Jet- und Transportpiloten

Während Jetpiloten weiterhin in den USA ausgebildet werden, genauer auf der Sheppard AFB in Wichita Falls (Texas), geht die fliegerische Ausbildung für angehende Transportpiloten bei der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa in Bremen weiter. Der Theorieunterricht wird von Lehrern der Lufthansa durchgeführt. Lediglich einige Flüge der Ausbildung werden von militärischen Lehrern begleitet.

Insgesamt ist die Ausbildung in vier Teile gegliedert. Begonnen wird mit einer fünfmonatigen Theorieausbildung mit Grundlagen über Kleinflugzeuge und Sichtflugregeln. Anschließend beginnt eine weitere fünfmonatige Ausbildung, diesmal allerdings eine fliegerische, wieder in Goodyear beim Airline Training Center Arizona. Als nächster Schritt erfolgt eine Theorieeinheit auf den Instrumentenflug, gefolgt von einer Instrumentenflugausbildung in den Simulatoren der Flugschule und vom Flughafen Bremen aus. Abschließend wird der Militärluftfahrzeugführerschein (MFS) und das dazugehörige Tätigkeitabzeichen überreicht.

Hubschrauberpiloten

Die fliegerische Ausbildung für angehende Hubschrauberführer findet an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg statt. Innerhalb eines Drei-Phasen-Programms werden Grund- und Notverfahren mit dem Schulungshubschrauber erlernt. Außerdem folgen VFR und IFR, das Autorotieren zum Boden und eine Einweisung in den Gebirgsflug. Während der ganzen Ausbildung findet gleichzeitig der Theorieunterricht statt. Nach erfolgreichem Abschluss endet der Lehrgang Militärluftfahrzeugführerschein mit dem Tätigkeitsabzeichen in Bronze.

Musterberechtigung

Nach abgeschlossener fliegerischer Ausbildung erfolgt dann der Erwerb der Musterberechtigung auf dem zukünftigen Kampfflugzeug, Transportflugzeug oder Hubschrauber.

Gehalt eines Bundeswehrpiloten

Die Besoldung richtet sich nach dem Dienstgrad und der Anzahl der Dienstjahre, zuzüglich eventueller Auslandszulagen, Trennungsgeld und auch der Flugzulage. Anders als in der Zivilluftfahrt, wo das Pilotengehalt zum Beispiel bei der Lufthansa sehr hoch ausfallen kann, ist das Gehalt eines Piloten bei der Bundeswehr meist niedriger. Allerdings können Piloten bei der Bundeswehr durchaus zwischen 3.000 Euro und 7.000 Euro im Monat verdienen. (Besoldungstabelle)

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