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Boeing 737-800 der Tuifly. © dpa / Holger Hollemann

Im Streit über den Stellen- und Flottenabbau bei Tuifly haben sich Piloten und Management zu neuen Gesprächen getroffen. Noch gibt es kein Ergebnis. Beide Seiten vertagten am Donnerstagabend ihre Verhandlungen, nach dem Abbruch im Herbst hatten sie erst kürzlich wieder zueinander gefunden. Die Beratungen sollen nächste Woche weitergehen, kündigte ein Sprecher von Tuifly am Abend an. Einen Termin gebe es noch nicht.

Kernpunkt der Auseinandersetzung ist die Frage, ob sich Tuifly darauf einlässt, im laufenden Sparkurs bei den Piloten auch über 2021 hinaus auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) machte dies bisher zur Bedingung für einen anhaltenden "Krisenbeitrag" wie weitere Kurzarbeit. Das Unternehmen lehnte eine längerfristige Beschäftigungsgarantie dagegen ab.

Wegen der Forderung der Piloten nach einem Kündigungsschutz über 2021 hinaus waren die Verhandlungen im Herbst ausgesetzt worden, eine Kurzarbeitsregelung für das Cockpit-Personal lief Ende November aus. Tuifly hält bisher nicht nur eine Umverteilung des Arbeitsvolumens, sondern auch Kündigungen für nötig - nur so sei der mittelfristige, strukturelle Umbau der Fluggesellschaften im Tui-Konzern möglich.

Kritik vom Betriebsratschef

Die Zukunftsangst sei groß, heißt es auch aus Kreisen der Piloten. Manche Mitglieder anderer Berufsgruppen im Konzern und Betriebsratschef Frank Jakobi hatten dagegen zuletzt verlangt, das Cockpit-Personal müsse selbst größere Beiträge zum Sparkurs leisten: Andere Beschäftigte verzichteten weiter freiwillig auf erhebliche Teile ihres Gehalts.

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Die VC argumentiert, es müsse ein faires Angebot auch ohne Androhung von Entlassungen möglich sein. "Dass Tuifly eine grundsätzliche Restrukturierung durchlaufen soll, ist uns bewusst", betonte Gröls. "Natürlich ist es unser Anspruch, diesen Wandel zu begleiten. Unser erklärtes Ziel ist es aber auch, dass das Unternehmen dabei möglichst auf Kündigungen verzichten sollte."

Die Piloten sind weiter zu einem "Krisenbeitrag" im Gegenzug zu Jobsicherheit bereit. Bisherige Kompromissvorschläge des Managements enthielten nach wie vor eine Kündigungsoption - selbst wenn etwa die Zahl der 39 deutschen Maschinen nur auf 22 statt 17 abgebaut werde.

Tui-Konzernchef Fritz Joussen will angesichts des Geschäftseinbruchs in der Corona-Krise weltweit rund 8000 Stellen streichen. Dies soll vorwiegend im Ausland geschehen. Aber auch bei Tuifly, in Reisebüros oder in der Verwaltung sind empfindlichen Kürzungen vorgesehen. Betriebsrat Jakobi hatte die Piloten im Interview der dpa ermahnt, sich solidarischer zu zeigen: "So gut wie alle Beschäftigten machen Kurzarbeit - aber eine Gruppe leistet im Augenblick keinen Beitrag."