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Mit Hilfe von Augmented Reality können auch Flughafendaten dargestellt werden. Auf dem Air Transport IT Summit konnten Besucher die Technologie testen. Foto: © Sita

"Piep, piep, piep!" Etwas ratlos steht der Reporter vor dem Check-In-Roboter. Warum piepst das Ding? Es soll doch einfach nur den Reisepass scannen und das Flugticket ausdrucken. "Daran müssen wir vielleicht noch arbeiten, damit klar ist, was Kate will", sagt ein Angestellter von Sita, dem Hersteller der Maschine, als er den hilflosen Blick des Reporters sieht. "Vielleicht wäre eine Stimme praktisch, die sagt: Bitte scannen Sie ihren Pass ein oder gehen Sie aus dem Weg."

Denn Kate ist ein selbstfahrender Check-In-Automat. Er soll an den Stellen in Flughäfen zum Einsatz kommen, wo er gebraucht wird - sprich: immer dort, wo gerade viele Passagiere sind. Noch ist Kate ein Prototyp, den Sita jetzt auf seinem Air Transport Summit in Brüssel vorgestellt hat.

Auf der zweitägigen Veranstaltung wird klar: Das Thema "Passenger Experience" steht im Fokus von neuen Technologien für die Luftfahrtindustrie. Was damit gemeint ist? Die Reise des Fluggastes soll einfacher werden und gleichzeitig ein angenehmeres Erlebnis sein.

"Kate" kehrt automatisch zu ihrer Docking-Station zurück, sobald der Akku leer ist oder das Gerät neu mit Papier für Boardingpässe oder Gepäcketiketten befüllt werden muss. Foto: © airliners.de

Im Fall von Kate heißt das beispielsweise: Lange Warteschlangen vermeiden. Dieses Ziel hat auch das Unternehmen Crowd Vision. An der Decke angebrachte Kameras erfassen die Zahl der Reisenden im Flughafen, eine Software wandelt diese Daten um und stellt optisch dar, ob beispielsweise eine Sicherheitskontrolle überfüllt ist. Der Flughafen kann dann entsprechend reagieren. Die Technologie ist noch nicht im Einsatz, man befinde sich aber mit den Flughäfen London-Heathrow und Brüssel in Gesprächen, heißt es.

Welche Bereiche am Airport sind überfüllt? Eine Software von Crowd Vision kann dies anzeigen. Foto: © Crowd Vision Ltd.

Schon im Einsatz ist eine Karte von Locus Labs, die Fluggäste mit Airport-Informationen versorgt. Kunden sind unter anderem Delta, United, Turkish Airlines und Lufthansa. Angezeigt werden dem Passagier beispielsweise der aktuelle Standort, der Weg zum Gate oder Shopping-Möglichkeiten. Der Hintergedanke: Wenn der Reisende weiß, wie lange er zum Gate braucht, nutzt er die gewonnene Zeit im Idealfall zum Geldausgeben.

Ein weiterer Trend sind Chatbots. Diese sollen Passagiere ebenfalls mit Informationen versorgen, zum Beispiel bei der Suche nach einem Flug. Wie auf der Sita-Konferenz zu hören war, sind Chatbots jedoch aufwendig, "weil jeder Fall abgedeckt werden muss". Wer schon einmal einen Chatbot benutzt hat, weiß: Die Fehlerquote ist noch relativ hoch - vor allem, wenn es speziell wird. Genutzt wird die Technologie aber bereits, auch der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport setzt einen Chatbot ein.

Triebwerk-Training mit Augmented Reality

Die neuen Technologien sind jedoch nicht nur für Passagiere gedacht, etwa der Einsatz von Augmented Reality. Dabei wird der reale Raum durch virtuelle Elemente erweitert.

Japan Airlines setzt die virtuell angereicherte Realität zum Beispiel beim Training von Ingenieuren an Triebwerken ein. Auch mehrere Techniker können dann gleichzeitig in einem realen Raum virtuell das gleiche Triebwerk zerlegen. Ingenieure könnten die Technik auch beim Entwerfen von Flugzeugen nutzen - oder Airlines für das Trainieren ihrer Crews. Auch die Darstellung von Echtzeitdaten ist möglich, was für Flughäfen interessant sein könnte.

Hier werden mit Augmented Reality Daten des Flughafens Helsinki dargestellt. Wer eine entsprechende Brille aufsetzt, kann die Daten sehen und mit seinen Fingern zum Beispiel Grafiken vergrößern. Foto: © Sita

Allerdings sind die Kosten hoch. Die für die Technologie benötigte Hololense-Brille von Microsoft kostet zwischen 3000 und 5000 Euro. Und je mehr Menschen gleichzeitig das gleiche Augmented-Reality-Projekt ansehen wollen, desto mehr Brillen braucht es. Ob und wann das System massentauglich sein wird, konnte Greg Jones von Microsoft auf der IT-Messe nicht vorhersagen.

Bei der Flugzeugwartung könnten Drohnen in Zukunft die Arbeit noch mehr erleichtern. Bei Easyjet sind sie bereits im Einsatz, wie es auf der Sita-Konferenz hieß. Die Drohnen sind so programmiert, dass sie bei der Inspektion der Maschinen Auffälligkeiten erkennen und melden.

Für viele kleinere Airports und Airlines sind die auf der Konferenz vorgestellten Technologien jedoch oft zu teuer. Das wird in mehreren Gesprächen mit Vertretern von Fluggesellschaften und Flughäfen deutlich. "Aber es ist interessant zu sehen, was machbar ist", so ein Mitarbeiter einer kleineren Airline.

Diskussion über Probleme und Umsetzung

Machbar ist so einiges. Aber bei der Einführung in den alltäglichen Betrieb gibt es mehrere Probleme. So fordert Sita-Chefin Barbara Dalibard bei einer Podiumsdiskussion industrielle Standards. "Nur so können Technologien flächendeckend eingeführt werden."

Christoph Müller, bei Emirates für digitale Fragen zuständig, sieht das anders: "Die Kunden bestimmen die Standards, indem sie die Technologien nutzen. Wir müssen keine Standards setzen, sondern schauen, was es gibt und was von den meisten Leuten benutzt wird."

© Sita, Sita-Präsident Bakker im Interview: "Der Luftverkehr bewegt sich mit zwei Geschwindigkeiten"

Eine große Schwierigkeit bei digitalen Technologien ist der Datenschutz. "Es gibt innerhalb Europas sehr viele verschiedene Gesetze, die vorgeben, wie wir Daten nutzen können und dürfen", sagt Sita-Präsident Dave Bakker. "Ich appelliere an Flughäfen, Fluggesellschaften und Regierungen, enger zusammenzuarbeiten, damit es einen einheitlicheren Weg gibt, wie wir mit Daten umgehen können."

Aber Daten müssen auch vor Angriffen von außen geschützt werden. "Cybersecurity ist eine nie enden werdende Herausforderung", sagt Olivier Jankovec vom Airports Council International (ACI). Er warnt außerdem vor den Fallstricken der Digitalisierung: "Warum sollte beispielsweise jemand Klamotten am Flughafen kaufen und sie mitschleppen, wenn er sie auch bequem von Zuhause aus online bestellen und liefern lassen kann?"

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