Pakistan International Airlines erteilt 150 Piloten Flugverbot

Rund ein Drittel der Piloten der größten pakistanischen Fluggesellschaft PIA soll nur über "zweifelhafte Lizenzen" verfügen. Nachdem der Absturz einer A320 wohl auf schwere Pilotenfehlern zurückzuführen ist, greift die Airline nun durch.

Boeing 777 der Pakistan International Airlines. Die Flotte der Airline besteht aus elf Maschinen des Typs A320 und elf Boeings 777. © AirTeamImages.com

Pakistan International Airlines (PIA) hat rund einen Monat nach dem Flugzeugunglück in Karatschi mit 97 Toten einem Drittel ihrer Piloten ein Flugverbot erteilt. Laut der staatlichen Fluggesellschaft besitzen 150 ihrer 434 Piloten zweifelhafte Lizenzen, wie PIA-Sprecher Abdullah Hafeez Khan sagte.

Die Entscheidung fiel nach der Vorstellung eines vorläufigen Untersuchungsberichts zu dem Unglück. Der Bericht hatte schwere Fehlentscheidungen der Piloten und Fluglotsen als Grund für den Absturz aufgezeigt. So hätten die Piloten laut einer Analyse der Sprachrekorder den ganzen Flug über Corona diskutiert. Wegen infizierter Familienmitglieder seien die Piloten besorgt und unkonzentriert gewesen, sagte Luftverkehrsminister Ghulam Sarwar Khan am Mittwoch. Einen technischen Defekt schloss der Bericht aus.

© dpa, Fareed Khan/AP Lesen Sie auch: Bericht: Menschliches Versagen führte zu Absturz von pakistanischem A320

Flug 8303 stürzte am 22. Mai auf dem Weg von Lahore kurz vor der Landung in der Hafenstadt Karatschi in ein Wohngebiet. Zuvor setzte der Airbus A320 bei einem ersten Landeversuch ohne Fahrwerk auf der Landebahn auf, dabei seien die Triebwerke beschädigt worden. 97 Insassen starben, zwei Passagiere überlebten das Unglück.

Von: dk, dpa

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