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Opposition will mehr über Zukunft von Airport Zweibrücken wissen

Die CDU-Opposition im Landtag von Rheinland-Pfalz will von der Landesregierung wissen, wie es mit dem Flughafen Zweibrücken weitergehen kann. Der vorläufige Insolvenzverwalter will bis Ende September einen Bericht vorlegen.

Eine Boeing der Tuifly steht am 22.07.2014 vor dem Terminal des Flughafens Zweibrücken. © dpa / Oliver Dietze

Die CDU im rheinland-pfälzischen Landtag fordert Aufschluss über die weiteren finanzielle Perspektiven des angeschlagenen Flughafens Zweibrücken. Die Frage sei, wie die Zeit überbrückt werden könne zwischen dem Ablauf der Sicherung flüssiger Mittel Anfang November bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens, heißt es in einem Antrag für eine Sitzung von Verkehrs- und Wirtschaftsausschuss des Landtags an diesem Donnerstag.

Die EU-Kommission hatte signalisiert, dass der verschuldete Airport bis zu 56 Millionen Euro Beihilfen ans Land zurückzahlen muss. Daraufhin meldete der Flughafen Insolvenz an. Nach dpa-Informationen wird im politischen Mainz nicht damit gerechnet, dass die defizitären Flughäfen Hahn und Zweibrücken am kommenden Dienstag Thema in Brüssel sind. Die EU-Kommission nahm dazu keine Stellung und verwies darauf, dass ihre Tagesordnung erst einen Tag vor einer Sitzung feststehe.

Der vorläufige Insolvenzverwalter für den Flughafen Zweibrücken will nach Angaben seines Sprechers bis Ende September einen Bericht vorlegen - danach könnte ein mögliches Insolvenzverfahren eröffnet werden. Bis Anfang November ist der Flugbetrieb in Zweibrücken bisher gesichert.

© Flughafen Zweibrücken , Lesen Sie auch: Zukunft des Flughafens Zweibrücken könnte in der Fracht liegen

Die rot-grüne Landesregierung will der Region Zweibrücken unter anderem mit Wirtschafts- und Städtebauförderung helfen. Das reicht aus Sicht der CDU-Opposition nicht. Der Flughafen liegt nur rund 30 Kilometer vom Airport der Landeshauptstadt Saarbrücken entfernt, der voraussichtlich nicht von Rückforderungen betroffen sein wird.

Von: dpa

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