Industrie & Technik Online-ILA, Drohnen-Dynamik, Lieferketten-Sorgen

Das wöchentliche airliners.de-Luftfahrttechnik-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit der ILA 2020 im Internet statt Schönefeld, neuem Schwung in der Drohnen-Entwicklung und Spezialisten mit Corona-Sorgen, ohne die bei den Herstellern nicht viel läuft.

Messebesucher fotografieren auf der ILA Berlin Air Show einen Airbus A350. © dpa / Wolfgang Kumm

Jour fixe auf airliners.de: Immer samstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftfahrtindustrie, MRO und Technik. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Industrie

Die Luft- und Raumfahrtmesse ILA findet in diesem Jahr online statt. Laut Mitteilung der Messe stehen Interviews mit Branchenexperten, Webinare oder Präsentationen von technologischen Innovationen ebenso wie das Networking im Fokus. Das Angebot ist ab dem 13. Mai auf der ILA Goes Digital-Website verfügbar.

Die Luftfahrtindustrie ist auf ein Netz hochspezialisierter Zulieferer angewiesen, um produzieren zu können. Diese stehen in der Corona-Krise jedoch oftmals mit dem Rücken zur Wand. Der Ruf nach speziellen Staatshilfen insbesondere in Deutschland und Frankreich wird lauter. Weiterlesen

© ReGe Hamburg, Lesen Sie auch: Luftfahrtstandort Hamburg vor Schrumpfung durch Corona-Krise

Der österreichische Zulieferer FACC startet mit ihrem bisher besten Ergebnis eines ersten Quartals in das Geschäftsjahr 2020. Das Ebit betrug in den ersten drei Monaten 13,1 Millionen Euro. Vor einem Jahr gab es noch einen Fehlbetrag von 8,3 Millionen Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie sei eine belastbare Vorhersage im derzeitigen Umfeld für das Gesamtjahr nicht möglich, teilt der Konzern mit.

Drohnen-Forschung im Fokus

In Baden-Württemberg entstehen an zwei Standorten Testfelder für Drohnen und Flugtaxis. Gefördert wird das Projekt eFliegen vom Land. Die Anlagen sollen auch externen Partnern, wie Volocopter offen stehen. Weiterlesen

Am thüringischen Regional-Airport Altenburg entwickelt sich ein Drohnencluster. Gefördert mit Bundesmitteln soll das Areal zur Test-Hochburg für die steigende Zahl von Anwendungsfeldern für unbemannte Fluggeräte entstehen. Weiterlesen

© Wingcopter GmbH, Lesen Sie auch: Bundesregierung will mit Drohnen-Förderung "neues Flugzeitalter" anstoßen

Bis Drohnen in Deutschland regulär eingesetzt werden können ist es noch ein weiter Weg, sagt die DFS. Unklar ist neben der Identifizierung und der Registrierung auch das Genehmigungsverfahren für längere Flüge. Die Regierung bekommt aufgrund der Corona-Krise eine Fristverlängerung. Weiterlesen

Die Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen wird voraussichtlich weniger kosten als die bisher angenommenen 480 Millionen Euro. So beziffert die Deutsche Flugsicherung (DFS) die Kosten für die Überwachung von unbemannten Fluggeräten in Flugplatznähe für eine fünfjährige Regulierungsperiode auf 109 Millionen Euro, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten.

Hersteller

Airbus soll Umstrukturierungen planen, die rund 10.000 Mitarbeiter ihre Job kosten könnte, berichtet "The Telegraph" unter Berufung auf Branchenkenner. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der Flugzeughersteller muss zuerst die Gewerkschaften über die Vorschläge informieren.

© Boeing, Lesen Sie auch: Boeing muss weitere 737-Max-Stornos verkraften

Mitsubishi muss coronabedingt sparen und hat das Budget für das von Problemen geplagte SpaceJet-Programm halbiert, berichtet "Simple Flying". Als Folge fokussiert sich der japanische Hersteller auf die Entwicklung des größeren Spacejets-Modells M90. Das kleinere Spacejet-M100-Programm wird erst mal nicht weiterverfolgt.

Stelios Haji-Ioannou ist weiter wild entschlossen, Easyjet in der kommenden Woche neu aufzustellen. Dafür hat er jetzt Belohnungen für Informationen von Mitarbeitern ausgesetzt, die seinem Kurs helfen. Der Gründer vermutet Korruption rund um eine Airbus-Großbestellung. Weiterlesen

Technik

Sabre will trotz der Kündigung der Vertriebsvereinbarung mit der Lufthansa erneut mit Europas größtem Luftfahrtkonzern verhandeln, teilte Technologiekonzern mit. Laut "About Travel" geht es bei dem Streit um die Frage der Leistungen, die der Tech-Konzern anbieten kann. Sabre störe sich daran, genau das Gleiche anzubieten, wie die Airlines auf ihren Websites. Der Direktverkauf gehe zulasten der GDS-Anbieter.

Der Flughafen Erfurt testet den Einsatz elektrischen Vorfeldfahrzeugen. Dabei handelt es sich um rein elektrisches Trägerfahrzeug, das je nach Anforderung wechselnde Aufbauten bekommt, berichtet "electrive.net". Der Test läuft bis Ende August. Zudem wird auch ein elektrisches Gepäckförderband getestet.

Von: airliners.de

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Technik Industrie Briefing