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Klare Ansagen: Professor Karl Born kommentiert die aktuellsten Entwicklungen der Luftverkehrsbranche. © airliners.de, Karl Born

So ein Pech auch für Air-Berlin-CEO Stefan Pichler persönlich. 1980 versaute ein politisch veranlasster Boykott der Olympischen Spiele in Moskau seine Teilnahme als Langläufer (obwohl sportlich dafür qualifiziert). Für jene, die sich nicht mehr erinnern, offizieller Grund für den Boykott war der Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan! Jetzt hat eine schläfrige Bewerbungstruppe beim Berliner Senat die entsprechende IOC-Regel "übersehen" und Pichler erneut "Olympia verdorben", aber auch den neuen Regierenden SPD-Bürgermeister Müller ins Messer laufen lassen (für Nicht-Berliner: der neue Regierende heißt wirklich Müller. Weiß auch in Berlin nicht jeder).

Einer hat wohl geahnt, dass etwas schief gehen wird. Flughafenboss Hartmut Mehdorn steht auf den Flugzeug-Vorstellungsbildern entgegen seiner Art verdächtig abseits. Berlin und Murphy, das ist eben auch eine Symbiose der besonderen Art. Murphys Gesetz: "Bedenke, dass alles, was schief gehen kann, auch schief gehen wird!"

Hässliche Anstecker und Pfannkuchen, die keiner will

Großartig, dass Air Berlin weiterhin Olympia in Berlin unterstützen will, denn was der Senat bisher geleistet hat, nämlich hässliche Anstecker zu entwerfen, die die Senatsmitglieder selbst nicht tragen wollen bzw. 300 Pfannkuchen (Nicht-Berlinern auch als Krapfen bekannt) backen zu lassen und diese unter Polizeischutz zu verteilen, ist nicht gerade ermutigend.

Air Berlin hätte das Wort "Olympia" einfach überkleben können, aber das wäre meines Erachtens nicht progressiv genug gewesen. Ich hätte nur "lympia" überklebt und "Air Berlin für O." (mit Punkt nach dem O) stehen lassen. Was ist zur Zeit der Renner weltweit? Der Kinohit "50 Shades of Grey". "Air Berlin für O." in Anlehnung an den berühmten französischen Erotik-Klassiker "Die Geschichte der O", gegenüber dem die "50 Shades" langweilig sein sollen (wurde mir berichtet). Damit würden Berlin und Air Berlin auf der aktuellen Medien-Erfolgswelle ganz oben schwimmen. Die internationalen Konkurrenzstädte Boston, Paris und Rom würden vor Neid erblassen.

© Air Berlin, Lesen Sie auch: Olympia-Werbung ohne "Olympia" bei Air Berlin

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Air Berlin hätten damit kein Problem. Wie heißt es doch so schön: Muss man masochistisch veranlagt sein, um bei einer Airline zu arbeiten (gemeint sind hier explizit auch Lufthansa, Germanwings und Tuifly)? Antwort: Nein, aber es hilft ungemein.

Karl Dall und zu viel nackte Haut

Da fällt mir eine Story aus meinem eigenen Airliner-Leben ein. Ich wurde 1981 zum Verkaufschef von Condor ernannt. Kurze Zeit danach (1983) bot man mir "die erste Welturaufführung eines Filmes in einem Flugzeug" an. Da lachte das Marketing-Herz. Dummerweise habe ich mir den Film vorher nicht angesehen. Titel des Filmes war: "Sunshine Reggae auf Ibiza". Regisseur des Filmes Franz Marischka, in der Hauptrolle Karl Dall (ja, genau der). Der Film war nicht nur in seiner Blödelei nicht zu übertreffen, er zeigte - überraschenderweise - auch viel nackte Haut. Zumindest für damalige Moralbegriffe, und das auf einem Ferienflieger.

Eine Frau schrieb mir: "Ich wusste nicht, wem ich die Hand vor die Augen halten sollte, meinem Mann oder meinem Kind." Sie hat sich für das Kind entschieden. Dieses Kind soll nach einem Flug mit über einer Stunde "Hand vor den Augen" so traumatisiert gewesen sein, dass es bis heute nie wieder ein Condor-Flugzeug bestiegen hat. Diese Filmpremiere war sehr ärgerlich für Condor (große Entschuldigung an alle Passagiere - zum Glück gab es noch kein Facebook) und auch für mich persönlich, der Job wackelte. Aber zum Glück brummte der Condor-Umsatz gerade in jenem Jahr wie verrückt. Wer fragt dann noch nach solchen Aufregern? Verstanden, Air Berlin?

In meiner nächsten Kolumne in zwei Wochen werde ich über das große Jubiläum des BER berichten. Am 27. Februar sind es genau 1.000 Tage seit Nichteröffnung. Und auch über Verkehrsminister Alexander Dobrindt wird zu schreiben sein, mit seiner Super-Idee, den Flughafen Halle als Overflow-Airport für den BER zu nutzen. Es war immer nur eine Frage der Zeit, bis Dobrindt seinen Vorgänger Peter Ramsauer toppen würde.

Über den Autor

In seiner Reihe "Die Born-Ansage" veröffentlicht der ehemalige Condor-Vertriebschef, TUI-Vorstand und Touristik-Honorarprofessor Karl Born auf airliners.de Kolumnen zum aktuellen Geschehen in der Luftverkehrswirtschaft.

Professor Karl BornAls Redner auf Führungskräfte- und Verbandstagungen ist Karl Born in der ganzen Welt unterwegs. Als "Querdenker der Reisebranche" für seine "Bissigen Bemerkungen" ausgezeichnet, nimmt der ehemalige Airline- und Touristikmanager auch in Sachen Luftverkehr kein Blatt vor den Mund. Kontakt

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