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Ohne Berührungen durch norwegische Airports

An den vier größten Flughäfen Norwegens können Passagiere noch in diesem Sommer ohne jegliche Berührungen bis ins Flugzeug gelangen. Das bereits vor Corona moderne IT-Umfeld des norwegischen Betreibers und Amadeus machen "Touchless-Travel" möglich.

SAS-Flugzeuge stehen am Flughafen von Oslo. © dpa / Ole Berg-Rusten/NTB Scanpix

Beginnend in Oslo führen der staatliche norwegische Flughafenbetreiber Avinor in Zusammenarbeit mit Amadeus derzeit ein "End-to-End Programm für Touchless-Travel" ein, dass Flugpassagieren in Norwegen die Möglichkeit bietet, ohne zwischenmenschlichen Kontakt oder der Notwendigkeit, physische Maschinen zu berühren, einzuchecken, Security-Checks zu absolvieren und in Flugzeug zu gelangen.

"Mit dem neuen Verfahren checkt der Passagier für einen Flug mobil ein und erhält auf seinem Mobiltelefon einen Barcode für die Bordkarte, der gleichzeitig als Coupon zum Ausdrucken des Gepäckanhängers dient", teilte Amadeus mit. Bei der Ankunft am Terminal werde der Gepäckanhänger des Passagiers nach Registrierung des Barcodes an einem Self-Service-Automaten automatisch ausgedruckt. Anschließend geben die Passagiere den Koffer an der Gepäckaufgabe selbstständig ab.

Das Boarding funktioniert in den norwegischen Flughäfen bereits schon länger kontaktlos. Neben Oslo werden die neuen Prozesse zunächst an den Flughäfen Bergen, Stavanger und Trondheim, den vier größten im Land, die zusammen zwei Drittel aller Abflüge ausmachen, umgesetzt. Der Service wird laut Amadeus in erster Linie für Passagiere der nationalen Fluggesellschaften SAS, Norwegian Air und Widerøe zur Verfügung stehen.

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"Die Pandemie hat sich auf alle Akteure in der Reisebranche ausgewirkt, aber insbesondere Flughäfen haben die Möglichkeit, im Einsatz befindliche Betriebssysteme zu prüfen und das Passagierverhalten neu zu definieren", so Yannick Beunardeau, Vice President Airport IT, EMEA bei Amadeus. Allen gemeinsam sei die Notwendigkeit, ein agiles und anpassungsfähiges Flughafenumfeld zu schaffen, was bedeuten könne, den Check-in auf Bereiche außerhalb des Flughafens zu verlagern, die Automatisierung zu ergänzen oder den Übergang zum berührungslosen Check-in, Bag-Drop und Boarding zu beschleunigen. Dazu sei jedoch ein flexibles, Cloud-basierte technisches Umfeld, wie es Avinor schon zuvor an norwegischen Flughäfen etabliert habe, notwendig.

Von: dk

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