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Ölpreis rutscht auf Jahres-Tief

Die Ölpreise beschleunigen ihre Talfahrt. Der Preis für Brent-Öl erreichte bei rund 52 Dollar den tiefsten Stand seit Ende 2018. Der Preis für US-Öl rutschte am Donnerstag auf ein neues Tief seit Januar 2019.

Eine Alitalia-Maschine wird betankt. © AirTeamImages.com

Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage beschleunigt. Bis zum Mittag wurden Verluste aus dem frühen Handel deutlich ausgebaut. Nach wie vor sorgt die Furcht vor wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise für starken Verkaufsdruck am Ölmarkt.

Der Preis für US-Öl rutschte im Mittagshandel bis auf 47,47 Dollar und damit auf ein neues Tief seit Januar 2019. Der Preis für Brent-Öl erreichte bei 52,09 Dollar den tiefsten Stand seit Ende 2018.

Seit Mittwoch sind die Ölpreise jeweils mehr als zwei Prozent gefallen. Im Verlauf einer Woche sind die Preise für amerikanisches Rohöl und für Öl aus der Nordsee bereits um jeweils mehr als zwölf Prozent eingebrochen.

Zuletzt hat sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen außerhalb Chinas weiter erhöht. Beobachter erkannten am Ölmarkt bereits Anzeichen einer Panik. "Wenn das Coronavirus Teile des öffentlichen Lebens und der Produktion lahmlegt, bedeutet das einen deutlich geringeren Bedarf an Diesel für den Transport und die Produktion sowie an Kerosin für den Flugverkehr", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Die Raffinerien dürften auf diese Entwicklungen mit erheblichen Kürzungen bei der Verarbeitung reagieren.

Um so mehr steht jetzt die Frage im Raum, wie das Ölkartell Opec und die in der Opec+ zusammengeschlossenen Förderstaaten auf die befürchtete Nachfrageschwäche reagieren werden. Anfang März treffen sich die Staaten der Opec+, um über die Frage zu beraten.

Von: dpa

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