Wirtschaft & Strategie Ölpreis-Verfall, Alitalia-Krise, Corona-Sparprogramme

Das wöchentliche airliners.de-Wirtschafts-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit den Folgen der Coronavirus-Krise für die Fluggesellschaften, den Auswirkungen auf den Ölpreis und den Luftverkehr in Italien.

Eine Alitalia-Maschine wird betankt. © AirTeamImages.com

Jour fixe auf airliners.de: Immer dienstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrswirtschaft und Finanzen. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

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Wirtschaft

Die Ölpreise beschleunigen ihre Talfahrt. Der Preis für Brent-Öl erreichte bei rund 52 Dollar den tiefsten Stand seit Ende 2018. Der Preis für US-Öl rutschte sogar auf ein neues Tief seit Januar 2019. Weiterlesen

Michel Barnier verhandelt als Brexit-Chefunterhändler der EU mit Großbritannien über das Austrittsabkommen. Dabei ist ein "No-Deal"-Austritt noch lange nicht vom Tisch. Denn die Zeit rennt. Weiterlesen

Im Zuge der Finanzkrise hat der griechische Staat vierzehn Flughäfen des Landes für vierzig Jahre an die Fraport verpachtet. Ein lohnendes Geschäft, doch der Verkauf von Staatseigentum - ausgerechnet an Deutsche - stößt vielen noch immer übel auf, schreibt "Capital".

Luftfahrtkrise in Italien

Italiens Regierung hat abgesegnet, Alitalia von ihren Verbindlichkeiten zu befreien. Wie bereits 2008 und 2014 soll der Konzern nun in eine "Bad Company" und eine "New Company" geteilt werden, meldet "CH-Aviation". Die Schulden werden auf die "Bad Company" übertragen und verbleiben letztlich beim Staat. Die "New Company" soll dann an Investoren verkauft werden.

Die EU-Kommission will den Überbrückungskredit des italienischen Staats für die angeschlagene Alitalia genau prüfen. Man habe eine eingehende Untersuchung eingeleitet, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Weiterlesen

Die Coronavirus-Epidemie hat negative Auswirkungen auf Alitalia, berichtet der österreichische "Kurier". Die Airline verkaufe weniger Tickets, was das Verfahren zum Alitalia-Verkauf nicht einfacher mache, so Italiens Industrieminister Stefano Patuanelli gegenüber italienischen Nachrichten.

Das Coronavirus in Mailand bedroht auch die italienische Wirtschaft insgesamt. Grenzüberschreitende Reisesperren sind nach Ansicht mehrerer europäischer Staaten keine angemessene Antwort. Dennoch fallen bereits Flüge aus. Weiterlesen

Lufthansa reduziert aufgrund der Coronavirus-Unsicherheiten die Flüge auf der Mittelstrecke um bis zu ein Viertel. Auch bei den Langstreckenverbindungen der Lufthansa Group gibt es weitere Streichungen. Nun plant die Airline Kurzarbeit.Weiterlesen

Easyjet hat wegen des Coronavirus ebenfalls ein Sparprogramm aufgelegt. Und die British-Airways-Mutter IAG streicht Flüge und will nach einem Milliardengewinn im letzten Jahr für 2020 keine Prognosen mehr abgeben. Weiterlesen

Lauda flog in ihrem ersten Geschäftsjahr 2018 laut "Aviation Net Online" einen Verlust in Höhe von 182,9 Millionen Euro ein. Ryanair gewährte den Österreichern im gleichen Zeitraum ein Darlehen von 234 Millionen Euro.

© AirTeamImages.com, Simon Willson Lesen Sie auch: Lufthansa verhandelt angeblich über Einstieg bei Tap Air Portugal

ANA hat bei Boeing weitere elf 787-10 und vier 787-9 bestellt. Zudem sicherte sich die japanische Fluggesellschaft fünf Optionen. Das teilte Boeing jetzt mit. Zudem hat ANA mitgeteilt, drei 787-9 von der Atlantis Aviation Corporation zu leasen. Mit den neuen "Dreamlinern" sollen etliche Boeing 777 ersetzt werden, die auf innerjapanischen Flügen eingesetzt werden.

Embraer E190-E2-Betreiber Helvetic hat auch Interesse an der längeren E195-E2. Bei der Präsentation des neuen Flugzeugs in Zürich sagte Helvetic-Airways-CEO Tobias Pogorevc, dass eine Entscheidung über eine Order in absehbarer Zeit anstehe, berichtet "About Travel". Das größte Embraer-Flugzeug kann 144 Passagiere bis zu 4800 Kilometern weit befördern.

Boeing-Triebwerkhersteller mit schlechten Zahlen und Prognosen

CFM International rechnet damit, im Laufe des Jahres 2020 durchschnittlich 10 Leap-1B-Triebwerke für die Boeing 737 Max pro Woche zu produzieren. Die Prognose wurde vom CFM-Partner Safran veröffentlicht. Aufgrund der niedrigen Rate habe man einen Einstellungsstopp verfügt und Investitionsausgaben runtergefahren, teilte das Unternehmen mit.

Der französische Triebwerksbauer und Technologiekonzern Safran zeigt sich wegen des Flugverbots für den Mittelstreckenjet 737 Max seines wichtigen Kunden Boeing für das laufende Jahr vorsichtig. Weiterlesen

Mehrere Dutzend Boeing 787 mussten im Herbst gegroundet werden, weil sich Triebwerksschaufeln bei den Trent-1000-Motoren von Rolls-Royce vorzeitig abnutzten. Der abermalige Rückschlag bei dem Modell hat Spuren in der Bilanz der Briten hinterlassen. Weiterlesen

Lufthansa will die Verträge mit Condor nicht aktiv kündigen, sondern auslaufen lassen. Unter der PGL-Führung könnte der Ferienflieger ähnliche Strecken aufnehmen. Gleichzeitig will der der Konzern die eigene touristische Langstrecke stärken. Weiterlesen

Der slowakische Air-Cargo-Germany-Nachfolger Air Cargo Global (ACG) hat bestätigt, die Frankfurter Basis zu schließen. Das sei im Zuge von Umstrukturierungen erfolgt, heißt es in einer Presseaussendung. Es sei aber nicht richtig, dass ACG eine Geschäftsaufgabe erwäge.

© AirTeamImages.com, Markus Mainka Lesen Sie auch: German Airways zieht nach Düsseldorf

Wizz Air hat zusammen mit der Abu Dhabi Developmental Holding Company ein Joint-Venture gegründet. Wizz Air Abu Dhabi soll in der zweiten Jahreshälfte starten und das Emirat mit Zielen in Europa, Afrika und dem Nahen Osten bedienen, schreibt "Gulf News".

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Von: airliners.de

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