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ÖBBs neue "Nightjets" werden für Hochgeschwindigkeit zugelassen

Die Österreichischen Bundesbahnen haben den ersten Wagenkasten des "Nightjets" vorgestellt. Die neuen Nachtzüge sind sogar in der Lage, auf Schnellfahrstrecken zu fahren. Mit bis zu 700 Waggons wollen die ÖBB dem Luftverkehr auf Kurzstrecken Konkurrenz machen. Aber auch die alten Nachtzug-Wagen bleiben vorerst noch wichtig.

Rendering eines Nightjet-Steuerwagen am Wiener Hauptbahnhof © ÖBB/Siemens

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hat jetzt den ersten Wagenkasten der nächsten Generation der Nachtzüge vorgestellt, die unter der "Nightjet"-Marke ab Ende 2022 zum Fahrplanwechsel in den Fahrgastbetrieb kommen sollen. Die Züge werden direkt am Nachtzug-Hub Wien im Siemens-Werk Wien-Simmering produziert. Der erste Zug soll bereits dieses Jahr auf die Schienen gesetzt werden und kann dann erprobt werden. Zum Spätherbst 2022 soll nach Siemens-Aussage die gesamte erste Serie bei den ÖBB zur Verfügung stehen. Dann erfolgen die Vorbereitungen bei den ÖBB für den Betrieb.

Alte Garnituren bleiben im Betrieb

Vorstellung des neuen Wagenkastens in Wien-Simmering © ÖBB

Die neuen "Nightjets" werden die alten Nachtzug-Garnituren der ÖBB überwiegend ergänzen und vorerst nicht komplett ersetzen. Wie ÖBB-Chef Matthä bei der Vorstellung sagte, liegt das auch daran, dass Europa kein vereintes Eisenbahnwesen habe. Im Unterschied zum Luftverkehr müssten die Wagen für die jeweiligen Länder einzeln zugelassen werden.

Dies ist typischerweise ein sehr aufwendiger Prozess. Die "Nightjet"-Garnituren sind allerdings lokbespannt, sodass ein Austausch der Lok an der Grenze den für Nachtzüge sehr wichtigen internationalen Verkehr im Vergleich mit Triebfahrzeugsystemen erleichtert. Bei Triebfahrzeug-Zügen, wie etwa dem ICE oder den nicht für die Trennung vorgesehenen IC2-Garnituren mit Lok, müssen neben der Zulassung auch noch für den Antrieb die Stromsysteme und Sicherungssysteme auf die jeweiligen Länder angepasst werden.

Von: Andreas Sebayang

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