Flughafen Nürnberg erweitert "Alexa"-Skill

Seit einem Jahr nutzt der Flughafen Nürnberg die Sprachassistentin "Alexa". Jetzt soll ihr Angebot mit neuen Funktionen erweitert werden. Auch andere Airports diskutieren die Einführung des Skills.

Blick auf den Flughafen Nürnberg vom Vorfeld aus. © Airport Nürnberg

Der Flughafen Nürnberg will sein Angebot bei der Amazon-Sprachassistentin "Alexa" ausbauen. Aktuell gehe es darum, die Kommunikation des Skills zu verbessern, erläutert ein Sprecher gegenüber airliners.de. "Beispielsweise soll dann nicht mehr explizit 'Berlin-Tegel' als Ziel- beziehungsweise Abflughafen angegeben werden müssen sondern nur noch 'Berlin'." Auch die Bedienung in englischer Sprache oder Implementierungen im Bereich E-Commerce (beispielsweise via Parkplatzbuchungen) würden diskutiert.

Nürnberg hatte "Alexa" im vergangenen Sommer als erster Airport Deutschlands ins Portfolio aufgenommen. So können Fluggäste "Alexa" beispielsweise nach dem Status des eigenen Flugs fragen. Darüber hinaus kann über die Funktion auch der komplette Flugplan für eine definierte Periode oder der Anfahrtsweg zum Airport abgefragt werden. Als Datenquelle nutzt "Alexa" die Webseite des Flughafens.

Auch Frankfurt hat "Alexa"

Auch Deutschlands größter Airport in Frankfurt hat seit diesem Jahr einen eigenen "Alexa"-Skill. Seit Anfang Oktober gibt es sämtliche Informationen zum Reiseprozess via Sprachsteuerung. "Alexa hat zu jeder Frage die passende Antwort", sagt eine Flughafensprecherin und erläutert: "Von Check-in-Schalter über Abflug-Gate bis hin zur Pünktlichkeit des Flugs."

Von den Nutzern habe man seit Einführung ausschließlich positives Feedback bekommen - gleichzeitig liefen im Hintergrund immer weiter tiefergehende Tests. Diese sollen auch eine mögliche Erweiterung des Features vorbereiten: beispielsweise indem auch verfügbare Parkplätze via Alexa abgefragt werden könnten.

Düsseldorf setzt auf Kundenakzeptanz

Die "Alexa"-Angebote in Frankfurt und Nürnberg sind bislang die einzigen an deutschen Airports - noch. Denn eine Umfrage unter den 22 Verkehrsflughäfen zeigt, dass einige derzeit überlegen, wie sie das Tool implementieren können.

Beispiel Düsseldorf. Auch dort beschäftige man sich mit dem Thema, so ein Sprecher auf Anfrage. "Im Zuge unserer Digitalen Transformation analysieren wir diverse Medien - unter anderem 'Alexa'". Im Fokus der Analysen stehe auch immer die jeweilige Kundenakzeptanz.

Tests in München

Berlin, Stuttgart und unter anderem Köln haben "Alexa" und ihre Möglichkeiten ebenfalls im Blick: "Unsere Fachabteilungen haben das Thema auf dem Schirm", so eine Sprecherin des NRW-Airports.

In München möchte man das Thema Service durch Sprachsteuerung nicht auf ein einzelnes Produkt spezifiziert wissen. "Der Anspruch am Flughafen München ist, dass wir Informationen vom Flughafen nicht nur über Alexa, sondern auch über weitere gängige Sprachassistenten anbieten." Dazu liefen derzeit Tests.

Von: cs

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