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NRW-Airports in der Krise: Paderborn zählt im November 91 Passagiere

Die Zahl der Flugpassagiere in NRW näherte sich im November wieder dem Aufkommen des ersten Lockdown im vergangenen Mai an. An den kleinen Flughäfen geht kaum noch was. Vor allem die NAchfrage nach Inlandsflügen ist eingebrochen.

Fluggastreppen am Airport Paderborn-Lippstadt. © dpa / Ina Fassbender

Die nordrhein-westfälischen Flughäfen sind wieder tief in die Corona-Flaute geraten. Die Zahl der abfliegenden Passagiere ging im November 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut 90 Prozent zurück, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag berichtete.

Insgesamt wurden nur knapp 140.000 Fluggäste gezählt. Zwölf Monate zuvor waren es 1,4 Millionen. Das Passagieraufkommen nähert sich damit wieder auf das Niveau des ersten Lockdowns im April und Mai vergangenen Jahres.

Auf dem kleinsten NRW-Airport Paderborn/Lippstadt stiegen lediglich 91 Passagiere in abfliegende Maschinen. Das waren 99,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der größte NRW-Flughafen Düsseldorf zählte gut 77.000 abfliegende Passagiere, 90,9 Prozent weniger als im November 2019. Den geringsten Rückgang gab es in Dortmund, 21.253 Passagiere bedeuteten ein Minus von 78 Prozent.

Warten auf Rettungsschirm für Flughäfen

Kaum noch Flugverkehr gab es aus NRW zu Zielen im Inland. Zu anderen deutschen Flughäfen starteten nur rund 23.500 Passagiere, ins Ausland waren es gut 116.000.

Die Verkehrsminister von NRW und Niedersachsen warten unterdessen auf einen Rettungsschirm des Bundes in Höhe von 500 Millionen Euro, bei dem die Länder ebenfalls mitmachen sollen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) müsse nun "liefern", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag nach Beratungen mit seinem niedersächsischen Amtskollegen, Bernd Althusmann (CDU). "Wir warten seit Wochen darauf, dass es weitergeht", so Wüst. Die Zeit dränge - denn ein einmal geschlossener Flughafen könne später "nicht einfach wieder geöffnet werden."

Von: dk, dpa

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